Top Arbeitgeber

Starker Motor für Mädchen

Kabelsalat esse ich zum Frühstück!

Top Arbeitgeber - Starker Motor für Mädchen © Bild: ÖBB

„Immer in Bewegung“ – auch Michelle Karolyi (siehe Interview) ist täglich für die ÖBB unterwegs.

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© ÖBB/Wegscheider

Steckbrief

Name: Michelle Karolyi
Tätigkeit: Lehrling
Einsatzgebiet: Lehrwerkstätte Floridsdorf

Was fasziniert dich an deinem Lehrberuf?

In meiner Ausbildung zur Elektro-, Anlagen- und Betriebstechnikerin bei den ÖBB mag ich das Handwerkliche, das Arbeiten mit den Händen. Es fasziniert mich, das Endprodukt zu sehen und zu wissen, das habe ich mit meinen eigenen Händen erarbeitet. Es fühlt sich gut an, dass durch meine Arbeit Menschen pünktlich und zufrieden ans Ziel kommen.

Das coolste Projekt bisher war …

… das Mädchenprojekt! Da konnte ich anderen Mädchen in Schulen zeigen: Das könnt ihr! Wenn ihr an euch glaubt, könnt ihr diesen Beruf mindestens genauso gut schaffen wie die Jungs. Wir sind hier 41 Lehrlinge, davon 37 Jungs und vier Mädchen. Ich fühle mich in der Gruppe sehr wohl, und wir bekommen viel Unterstützung. Mehr Mädchen wären aber nicht schlecht.

Ein typischer Ausbildungstag beginnt …

… in der Garderobe. Da ziehen wir uns alle um. Jede Berufssparte trägt das gleiche Gewand. So zeigen wir: Wir sind alle Teil der ÖBB. Wir gehören zusammen und sind alle gleich. Dann teilen wir uns in die Module auf. Benötigt beim Arbeiten mit elektrischen Installationen oder Motoren jemand Hilfe, sind Ausbilder und Kollegen sofort zur Stelle. Top Zusammenhalt!

Wie geht es dir damit, eines der wenigen Mädchen in deiner Gruppe zu sein?

Ich fühle mich sehr wohl in meiner Ausbildungsgruppe. Man wird genau gleichbehandelt. Da gibt es keine Unterschiede. Als Mädchen ist man hier absolut Teil der Gruppe. Wenn ich sage, „lass mich das jetzt machen“, dann ist das auch okay. Die Jungs lassen mich anpacken und es macht mir Spaß, zu beweisen, dass Mädchen den Job genauso gut können. Es tut dann auch gut zu hören: „Ja, das habt ihr gut gemacht.“

Woran arbeitest du momentan am liebsten?

An Installationswänden. Da gibt es Leitungen und Kabel durch die Wände zu ziehen oder Schaltungen wie Steckdosen und Lichtschalter zu installieren. Das ist mir derzeit das Liebste.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich gehe gern feiern mit Freunden. Oder wir treffen uns und spielen Volleyball. Jedes zweite Wochenende bin ich aber in der Rudolfstiftung und unterstütze Kinder, die nicht mehr richtig gehen können. Aufgrund eines Unfalls wurden mir bei einer OP Platten anstelle der Kniescheiben eingesetzt. Deshalb habe ich da eine besondere Beziehung dazu.

Wie bist du zu deinem Lehrberuf gekommen?

Ich bin dreimal umgezogen, habe mehrere Schulwechsel mitgemacht und dadurch viele Themen verpasst. So kam ich in den Integrationslehrplan. Nach dem Tod meiner Mutter vor fünf Jahren kam ich an einen Punkt, ab dem ich in meinem Leben etwas machen wollte. Da sagte ich mir: „So, ich arbeite mich da jetzt raus.“ Dann machte ich den Realschulabschluss und entschied mich im Polytechnischen Lehrgang für den handwerklichen Bereich, denn die klassischen Frauenberufe haben mich nicht so interessiert.
Die berufspraktischen Tage habe ich dann bei den ÖBB absolviert. Da haben wir Stiftehalter hergestellt und Blinklichter gelötet. Daraufhin habe ich gleich den Bewerbungsbogen abgegeben.

Fühlst du dich bei den ÖBB gut aufgehoben?

Ja, ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Das muss man wirklich sagen. Ich habe daher sogar meine beste Freundin auch mit an Bord geholt. Ich würde mich freuen, wenn ich nach meiner Lehrabschlussprüfung übernommen werden würde.

TIPP:

Die ÖBB Mädchen-Coaches

Sie unterstützen Mädchen, die sich bei den ÖBB für einen technischen Bereich entschieden haben. Nicht nur die Ausbildung ist da Thema, auch Privates kann man mit ihnen gut besprechen. Sie geben uns Mädchen mehr Mut. Ich habe mich anfangs gegenüber den Jungs nicht viel zu sagen getraut, aber jetzt setze ich mich gut durch. Neben Einzelgesprächen laden die Mädchen-Coaches zu interessanten Kursen ein, zum Beispiel zum Thema „Gesunde Ernährung“. Und jeden Donnerstag gibt es für den ersten Lehrgang eine zweistündige Sitzung, die Mädchen von vornherein Rückenwind gibt. Das ist mein Tipp!


Verstärken Sie unser Team!

In den kommenden Jahren holen die ÖBB die nächste Generation an Bord.
Das Unternehmen sucht rund 10.000 neue MitarbeiterInnen in über 100 verschiedenen Berufen.


Weitere Informationen unter: karriere.oebb.at

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In Kooperation mit der ÖBB