Namensstreit von

Lugner erwägt
Klage gegen "Mausi"

Namensstreit - Lugner erwägt
Klage gegen "Mausi" © Bild: imago/SKATA

Der Namensstreit zwischen Richard Lugner und seiner Ex-Frau geht in die nächste Runde. Der 85-Jährige erwägt, "Mausi" zu klagen.

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Ein kurzer Rückblick: Am 28. Juni hat sich Christina Lugner scheiden lassen. Bis zu jenem Tag wusste niemand, dass sie vor zwei Jahren ihrem langjährigen Lebensgefährten Franz Geisselhofer heimlich das Ja-Wort gegeben hatte. Selbst ihre Tochter Jacqueline und ihr Ex-Mann Richard waren nicht eingeweiht.

"Mausi Lugner" ist patentierte Marke

Was Richard Lugner an der Geschichte sauer aufstößt, ist jedoch nicht die Tatsache, dass "Mausi" ihm ihre Heirat verheimlicht hat, sondern dass sie seinen Nachnamen behalten hat. Und mehr noch: Sie ließ sich die Namen "Mausi Lugner", "Frau Lugner" und "Christina Lugner" markenrechtlich schützen. "Ich hätte das grundsätzlich toleriert, aber zuerst bei Gericht mit mir zu vereinbaren, den Namen Lugner im Falle einer Wiederverheiratung abzulegen und sich den dann patentrechtlich schützen zu lassen, das stößt mir sauer auf", echauffierte sich Mörtel schon letzte Woche im Gespräch mit News.at.

© Privat Bei der Scheidung von Richard Lugner verpflichtete sich Christina, bei einer Wiederverheiratung seinen Nachnamen abzugeben.

Inzwischen hat sich Richard Lugner mit seiner Grazer Anwältin Karin Prutsch getroffen und die weitere Vorgehensweise besprochen. "Ich kann die Namensänderung laut Scheidungsvergleich durchziehen. Auch kann ich die patentierten Namen 'Christina Lugner' und 'Frau Lugner' aufheben lassen. Nur bei 'Mausi Lugner' sieht sie (die Anwältin, Anm.) keine Chance", fasst der 85-Jährige die Beratungen zusammen.

Lugner hat noch keine Entscheidung getroffen

Derzeit habe er noch nicht entschieden, ob er tatsächlich vor Gericht geht, erklärt Richard Lugner im Gespräch mit News.at. Der Name "Mausi Lugner" sei seiner Anwältin zufolge schon so sehr in der Öffentlichkeit verankert, dass sie ihm davon abrate, dagegen zu klagen. "Die Frage ist, ob es einen Sinn macht, einen öffentlichen Prozess zu riskieren, den wir dann verlieren", meint Mörtel.

Kontakt zu seiner Ex-Frau, die derzeit auf Urlaub weilt, hat Richard Lugner seit einigen Tagen keinen. "Aber natürlich wird sie mir nicht wohlwollend gegenüberstehen", meint er.