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Das große Serien-Finale:
So endeten diese 11 Shows

"How I Met Your Mother"-Vorläufer: Das Ende von "Friends", "Gilmore Girls" und Co.

TV - Das große Serien-Finale:
So endeten diese 11 Shows

Lange wurde gerätselt, die Gerüchteküche brodelte heiß, nun ist das Geheimnis gelüftet: So hat Ted die Mutter seiner Kinder kennengelernt – und so endet alles. Die Rede ist von „How I Met Your Mother“, der vieldiskutierten TV-Serie. Über das Ende werden die Fans wohl noch lange reden – wie es auch bei anderen Kult-Serien der Fall war. Ärgern Sie sich noch immer zum Beispiel über das Ende von „Lost“ oder freuen sich über den „Friends“-Ausgang? NEWS.AT zeigt, wie es diese Kultserien zu Ende gebracht haben. (Achtung, Spoiler-Alarm!)

Friends

Es ist wohl der Vorgänger von „How I Met Your Mother“. „Friends“ war DIE Kultserie in den 90er-Jahren und ein großer Erfolg, zudem das Karriere-Sprungbrett, das Jennifer Aniston zum Superstar katapultierte. Über zehn Staffeln verfolgten die Fans die Clique aus Ross, Rachel, Monica, Phoebe, Chandler und Joey. Die große Frage war jedoch stets: Kommen Ross und Rachel (David Schwimmer und Aniston) zusammen? Und die Fans wurden am Ende glücklich entlassen: Ross konnte Rachel überzeugen, nicht nach Frankreich auszuwandern, die beiden wurden ein Paar. Ein Happy End gab es auch für Chandler und Monica, die Eltern von Zwillingen wurden.

Die Sopranos

Großer Kult, viele Preise und wohl eine der besten Serien aller Zeiten: Die Mafia-Serie „The Sopranos“ über die italo-amerikanische Mafia-Familie mit dem Anführer Tony Soprano (der leider viel zu früh verstorbene James Gandolfini). 85 Folgen gab es für die Fans bevor das große Finale alle mit offenen Mündern zurückließ. Die Familie Soprano trifft sich zum Abendessen in einem Diner, die Mitglieder treffen der Reihe nach ein, während der Zuschauer bereits weiß, dass diese – vermutlich vom verfeindeten Mafia-Clan – beschattet werden. Dann folgt ein schwarzer Bildschirm – und der Abspann. Keiner weiß, was mit Tony, Carmella, Meadow und Anthony Junior passiert ist… wurden sie ermordet oder nicht? Das offene Ende war für viele Fans unbefriedigend und auf jeden Fall eines der umstrittensten der Seriengeschichte.

Breaking Bad

Noch nicht lange ist es her, dass „Breaking Bad“ über die Schirme flimmerte, doch die Serie wurde bereits während ihrer Laufzeit zu Kult. Die Geschichte rund um Walter White, den Chemielehrer, der an Krebs erkrankt und ins Drogenbusiness einsteigt, um seine Familie nach seinem Tod nicht mit nichts zurückzulassen, zog Millionen Zuschauer in ihren Bann. Walter White alias Heisenberg geriet jedoch immer weiter ins Drogengeschäft und entwickelte sich vom großen Loser zum skrupellosen Gangster. Dass der Höhenflug jedoch irgendwann ein Ende haben muss, konnte man stets ahnen. Die Frage war nur: Wie wird Walter White gestoppt? Und was passiert mit seinem Kompagnon, Jesse Pinkman? Es kam wie es kommen musste: Walter überlebt das Ende nicht, er stirbt nicht an Krebs, dafür aber an einer eigenen Kanonenkugel, die er abfängt, um Jesse zu retten. Dieser kann aus seiner Gefangenschaft ausbrechen, überlebt und rast der Freiheit entgegen. Ein würdiges Ende für eine der cleversten Serien.

Sex and the City

Sie revolutionierten das Fernsehen: Die vier Freundinnen Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda redeten so freizügig und offen über Sex wie kaum jemand zuvor in einer Serie. Bei den New Yorkerinnen drehte sich neben Mode und Freundschaft alles um den Beischlaf. Und natürlich um die Liebe. Bekommt Carrie am Ende ihren Mr. Big (Chris Noth)? Das ist die große Frage. Es scheint beinahe alles verloren, als sie mit einem russischen Künstler den Big Apple für immer verlässt, um nach Paris zu ziehen. Doch in der finalen "Sex and the City"-Folge dann doch noch das Happy End: Mr. Big kommt als Carries „knight in shining armour“ in die Stadt der Liebe, um sie mit den Worten „Du bist die Eine“ zurückzuerobern. Die Taschentücher kamen massenweise zum Einsatz.

Sex and the City
© HBO

Desperate Housewives

Zunächst als „Sex and the City“-Nachfolger angepriesen, entwickelte sich „Desperate Housewives“ dann jedoch zu einer komplett anderen Serien-Gattung: Freundschaft und Liebe gab es zwar auch in der Wisteria Lane, doch geprägt war die Serie von Verrat, Intrigen und Morden. Die Hausfrauen führten eben alle nicht das Leben, das sie vorgaben zu leben. Das Ende der "Desperate Housewives" kam dennoch sehr versöhnlich daher: Die vier Damen, Bree, Susan, Gabby und Lynette, verlassen nach und nach die Siedlung, um ein neues Leben zu beginnen. Bei einem Kartenspiel versprechen sie, sich wiederzutreffen.

Die Desperate Housewives
© ORF/Disney/Ron Tom

Alf

Erinnern Sie sich noch an den flauschigen Außerirdischen, der in den 80er-Jahren die TV-Geräte stürmte? Wer hat ihn nicht geliebt, Alf, den Außerirdischen, der mit seinem trockenen Humor die Familie Tanner, die den Gestrandeten vor Behörden und Nachbarn versteckt, auf Trab hielt. So sehr die Fangemeinde Alf jedoch liebte, so sehr trauerte diese nach dem tragischen Ende: Alf will sich von einem Raumschiff abholen lassen, verabschiedet sich von seiner menschlichen Familie – und wird kurz vor dem Abflug von der Weltraumbehörde gefasst. Es folgten Trauer und Fassungslosigkeit. Dieses tragische Ende war jedoch niemals so geplant, denn die letzte Folge war als Doppelfolge geplant, wovon die zweite Episode als Startfolge für die fünfte Staffel gedacht war. Diese wurde jedoch nicht mehr produziert – und so gab es kein Happy End für Alf und die Tanners.

Alf
© Imago/United Archives

Roseanne

Von 1988 bis 1997 lief die tolle Serie über die typische US-Mittelklasse-Familie Conner. In neun Staffeln konnten die Fans mit Roseanne, Dan, Becky, Darlene und D.J. mitleiden, mitlachen, mitleben. Die Show drehte sich um die größeren und kleineren Probleme des Alltags, immer gespickt mit typischen „White Trash“-Problemen wie Arbeitslosigkeit, Geldsorgen, überstürzte Heirat und Co. Doch Roseanne wusste dies stets mit ihrem ganz eigenen Humor zu lösen. Dieser Humor veränderte sich in der letzten Staffel jedoch zunehmends und auch die Geschichte wurde rauer – und anders. In der Finalfolge kam dann die Auflösung dafür: Es stellt sich heraus, dass die gesamte Serienhandlung nur auf Roseannes Aufzeichnungen basiert und dabei vor allem die letzte Staffel nur ihrer Fantasie entsprang. Durch diese Schriftstellerei verarbeitete Roseanne den Tod ihres Mannes Dan, der an einem Herzinfarkt gestorben ist.

Roseanne - Originalbesetzung
© © Corbis. All Rights Reserved.

Lost

Vier Folgen am Stück, fünf Folgen am Stück oder mehr: Das war alles kein Problem für echte „Lost“-Fans. Die Serie rund um die überlebenden eines Flugzeugunglücks auf einer einsamen Insel im Pazifik war schlicht und einfach so spannend, dass das Abschalten nicht möglich war. In der mysteriösen Handlung tat sich immer nach einer Enthüllung ein neues Geheimnis auf – bis mit der sechsten Staffel die Reise durch den Dschungel ihr Ende fand. Und das gestaltete sich mehr als enttäuschend. Die Auflösung: Alle Überlebenden sind eigentlich tot und lebten in einer Art Parallelwelt. Am Ende treten sie durch eine Kirche ins Licht. Ganz viele Rätsel über die mysteriöse Insel blieben somit ungelöst.

Lost
© Imago/United Images

Eine schrecklich nette Familie

Je mehr er von der Presse verhöhnt und verrissen wurde, umso mehr liebten ihn die Fans: Der grantige Schuhverkäufer Al Bundy (Ed O’Neill) und seine „schrecklich nette Familie“. Elf Staffeln lang, 259 Episoden konnte man der vierköpfigen Familie zusehen, wie sie ihr Leben rund um die Couch im Wohnzimmer verbringen. Der pubertäre und getriebene Sohn Bud, die dumpfbackige Blondine, Kelly, die arbeitsunwillige Frau Peggy und Al, der Damenschuhverkäufer. Im Finale bemerken Al und seine Frau Peggy, dass sie, nachdem sie in den Folgen davor getrennt lebten, dass sie doch ohne einander nicht können und finden wieder zusammen. Am Ende will außerdem Dumpfbacke Kelly einen reichen Unternehmersohn heiraten, doch dann lässt Al die Hochzeit seiner Tochter platzen, als er herausfindet, dass dieser nicht treu ist. Und so geht das Leben der Bundys auch nach elf Staffeln weiter wie bisher.

Eine schrecklich nette Familie - Gruppenbild
© imago stock&people

Six Feet Under

Die preisgekrönte Serie “Six Feet Under” galt als Nachfolger von den “Sopranos” auf HBO und hat diesen Titel durchaus verdient. Sie wurde mit Emmy und Golden Globes ausgezeichnet und handelt von der Familie Fisher und deren Bestattungsunterhemen. Gekonnt verwebt Allan Balls „Six Feet Under“ schwarzen Humor mit dramatischen Elementen und ist trotz dem allgegenwärtigen Thema Tod eine Ode an das Leben. In jeder Folge gibt es einen Toten, der dann zumeist von den Fishers beerdigt wird. In der Finalstaffel jedoch trifft es einen Fisher selbst, nämlich Sohn Nate, der an einer Gehirnblutung stirbt, während seine Frau Brenda schwanger ist. In der letzten Episode sieht man die durch Nates Tod zerrüttete Familie, Brenda die das Kind zur Welt bringt und ganz zum Abschluss den Tod jedes Mitglieds der Fishers: Mama Ruth, Sohn David, Brenda und Claire sterben eines natürlichen Todes, Keith wird erschossen und Hector erleidet einen Herzinfarkt auf einer Kreuzfahrt. Ein würdiges Ende für die Serie.

Gilmore Girls

Auch mit ihnen wurde mitgefiebert, mitgelacht und mitgelitten: Die Gilmore Girls haben ihre – wohl zumeist weiblichen – Fans verzaubert. Die allein erziehende Mutter Lorelai und ihre Tochter Rory begeisterten durch ihre extrem schnellen Dialoge und vielen Anspielungen – und natürlich durch ihre Liebeswirren im Laufe der sieben Staffeln. Auch hier gab es wieder die große „Ross und Rachel“ bzw. „Carrie und Mr. Big“-Frage in Form von: Was wird aus Lorelai und dem Coffee-Shop-Besitzer Luke? Werden die beiden ein Paar? Und das Finale verzauberte erneut seine Fans: Lorelai trennt sich von ihrem gerade erst angetrauten Christopher – und findet zu Luke zurück, während Rory sich von Logan trennt, um einen Job bei einem Onlinemagazin anzunehmen, für das sie den Präsidentschaftskandidaten Barack Obama auf seiner Wahlkampftour begleiten soll. Ende gut, alles gut.

Die "Gilmore Girls"-Darsteller
© Getty Images

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