"Feuer in den Alpen": Symbolisch wird heute auf den Schutz der Berge hingewiesen

Im schweizerischen Val Madris startete die Aktion Auch in den Kärntner Karawanken brennen Feuer

"Feuer in den Alpen": Symbolisch wird heute auf den Schutz der Berge hingewiesen

Für den Schutz und die Erhaltung des Lebensraumes Alpen werden heute in Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien, Italien und der Schweiz in den Bergen wieder Hunderte Feuer entzündet. Bei dieser weltweit größten Umweltaktion unter dem Titel "Feuer in den Alpen" wird symbolisch auf die Bedrohung dieser Region hingewiesen.

Obwohl bis heute schon knapp 25 Prozent der Alpen geschützt sind, hat sich laut dem Koordinator dieser Aktion in Kärnten, Gerhard Leeb, am Grundsätzlichen nichts geändert: "Die Landschaft zwischen Ligurien und Slowenien gilt in Wirtschaftskreisen nur als lästiges Hindernis. Es wird über die Natur und die Menschen im wahrsten Sinn des Wortes drübergefahren." Als "Wasserschloss Europas" müsse dem Schutz und der Erhaltung des Alpenraumes aber größte Aufmerksamkeit geschenkt werden, betont Leeb.

1985 startete die Aktion
Startschuss für die länderumspannende Aktion "Feuer in den Alpen" war 1985 im schweizerischen Val Madris, als Umweltschützer aus Protest gegen die Zerstörung ihres Tales das erste Feuer in den Alpen entfachten. Bald darauf loderten die Flammen auch in Vorarlberg, Tirol und Kärnten. Es sind sowohl Einzelpersonen als auch Vereine und Initiativen, die in ihrer jeweiligen Region diesen eindrucksvollen Schritt zum Schutz der Umwelt setzen.

"Die Alpen sind eine uralte Landschaft"
Die Aktion versteht sich auch als ein Zeichen für die Gemeinsamkeiten der Menschen in den Alpen sowie für die Bereitschaft, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Die gemeinsamen Ziele wurden 1991 festgeschrieben: "Die Alpen sind eine uralte Landschaft, ihr Eigenwert ist das im Laufe der Generationen langsam Gewachsene: Ob Boden, Pflanzen, Lebewesen, was hier Bestand hat, hat einen langen Weg hinter sich. Jeder schnelle, unausgewogene Eingriff in diesen Lebensraum wirkt zerstörerisch. Diese Eigenart und diesen hiesigen Wert der Zeit gilt es wahrzunehmen und zu achten."

Die Kärntner "Feuermacher"
Im Jahre 2002 hat die Alpenschutz-Kommission CIPRA die Koordination der Aktion "Feuer in den Alpen" übernommen. Die Kärntner "Feuermacher" gehören neben den Tirolern zu den aktivsten in Österreich. Ausgehend vom Oberen Drautal entwickelte sich eine regelrechte "Feuerkultur". Der Villacher Hausberg Dobratsch wurde sozusagen das "Zentrum" dieser Art von Widerstand gegen die Zerstörung der Umwelt. In den Karawanken brennen Feuer für eine gute Nachbarschaft. (APA)