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Das kann Bier

Es ist gesund und steigert die Lust auf Sex: Was der leckere Gerstensaft alles kann

Frau trinkt Bier © Bild: Corbis

Dass der Gerstensaft angenehm entspannt, ist ja kein Geheimnis. Doch wussten Sie, dass das "flüssige Brot" gegen üble Erkältungen Wunder wirkt, angeblich schlank macht und sogar die Lust auf Sex steigert? Na wenn das keine guten Gründe sind, um am Tag des Biers zum Krügerl zu greifen und einander zuzuprosten!

Flüssiges Brot

Nicht umsonst wird Bier "flüssiges Brot" genannt. Wissenschafter vermuten, dass es ursprünglich gar nicht als Getränk, sondern als Nahrungsmittel gedacht war. Durch die Gährung und die Alkoholbildung sollte das enthaltene Getreide auch unter widrigen Umständen haltbar gemacht werden. Außerdem treiben sich im Bier jede Menge Vitamine herum, etwa Vitamin B9, B6 und B2, die wir vor allem auch in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Geflügel und Fisch finden. So deckt ein Krügerl die nötige Tagesdosis eben genannter Vitamine.

Fürs knisternde Liebesleben

Biertrinker und -trinkerinnen haben mehr Lust auf Sex. Laut dem Männermagazin Matador steigert der Gerstensaft nämlich bei jeder dritten Frau und sogar jedem zweiten Mann den Spaß beim Sex. Ob diese These wissenschaftlich haltbar ist, wagen wir zu bezweifeln. Vielmehr haben wir die Therorie unter Verdacht, dass sie an einem feuchtfröhlichen Männerabend dem männlichen Wunschdenken entsprungen ist.

Gegen Krebs

Für die Herren ein Grund mehr, sich gelegentlich ein kühles Blondes zu genehmigen: Bier, genauer gesagt ein spezieller Bestandteil des Hopfens, schützt vor Prostatakrebs. Gesundheitsbewusste Trinker müssten allerdings täglich rund 15 Krügerl leeren, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Dazu Emily Ho, die Leiterin der US-amerikanischen Forschungsgruppe rund um die Anti-Krebs-Wirkung von Bier: "Die negativen Auswirkungen des Alkohols könnten die gesundheitlichen Vorteile des Bierkonsums zunichte machen." ...Ach nein!

Für frischgebackene Mamis

Wenn schon nicht die Milch ordentlich fließt, dann zumindest das Bier. Und das wiederum soll dabei helfen, dass das Baby letztlich doch seine Portion Muttermilch bekommt. Bier hält bei stillenden Müttern nämlich den Milchfluss in Schwung. Wäre da nicht das Problem, dass die Kleinen den Alkohol in Mamas Milch gleich mitschlürfen. Die Lösung: alkoholfreies Bier. Das hat bei den Mamis nämlich dieselbe Wirkung wie sein alkoholisches Pendant.

Zum Verdauen

Normalerweise gelüstet es uns nach einem etwas zu ausgiebigen Mahl nach einem Schnapserl. Aber auch Bier sorgt dafür, dass das fette Essen nicht so schwer im Magen liegt. Das Getränk regt die Verdauung an und eignet sich - natürlich aus rein gesundheitlichen Gründen - daher als guter Begleiter zu Schweinsbraten und Co.

Gegen Erkältung

Bier ist ein altes Hausmittel gegen Schnupfen. Während seine ätherischen Öle beruhigen, sagen seine Bitterstoffe bösen Bakterien und Krankheitserregern den Kampf an. Nach ein, zwei Glaserln beginnt der Körper zu schwitzen und scheidet Schlacken und Giftstoffe aus. Der einzige Haken: Um seine gesundheitsförderliche Wirkung voll zu entfalten, muss das Bier warm getrunken werden. Dann noch ein Löfferl Zucker hinein, damit der Körper die guten Stoffe besser aufnehmen kann. Der Genuss bleibt dabei wohl auf der Strecke.

Für die schlanke Linie

Die einen sagen, Bier macht dick, die anderen meinen, der Gerstensaft habe nur wenig mehr Kalorien als Kaffee und Tee. Weitere wiederum behaupten, Bier sei sogar gut für die schlanke Linie. So ergab eine US-amerikanische Studie, dass Frauen, die täglich ein Seiterl trinken, ihr Gewicht leichter halten als Frauen, die bierabstinent leben. Von der Idee, den Gerstensaft als Mittel gegen Übergewicht einzusetzen, raten die Bostoner Forscher allerdings wärmstens ab.

Für starke Knochen

Biertrinker haben stärkere Knochen. Bier enhält nämlich jede Menge Silizium, das die Knochendichte erhöht und so vor Osteoporose schützt. Das Spurenelement steckt in erster Linie in der Schale der Gerste sowie im Hopfen. Weizen hingegen ist nicht so reich an Silizium. Und auch beim Rösten geht ein Teil des gesunden Stoffes verloren. Was so viel heißt wie: Wer etwas für sein Knochengerüst tun will, sollte normalem Gerstenbier gegenüber Schwarz- oder Weizenbier den Vorrang geben.

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