Parasiten von

Bettwanzen: So
schützen sie sich

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Bettwanzen breiten sich derzeit rasant aus und sind in Europa wieder weit verbreitet. Wie man sie erkennt und was man gegen die Schädlinge tun kann.

Sie sind nur fünf bis sechs Millimeter groß und tagsüber eigentlich nie zu sehen. Doch sobald es dunkel wird, kommen sie aus ihren Verstecken. Bettwanzen beißen bevorzugt Schlafende. Der anschließende Blutsaugakt kann bis zu zehn Minuten dauern.

Parasiten breiten sich rasant aus

Durch die steigende Zahl an Reisenden breiten sich die Parasiten rasant aus. Und während diese Schädlinge früher eher ein Problem in billigen Quartieren waren, sind sie mittlerweile überall. In Berghütten, Luxushotels und sogar in Kabinen von Flugzeugen und in Zügen wurden sie bereits gefunden.

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Oft werden sie aber zunächst gar nicht wahrgenommen, sondern die stark juckenden, roten Pusteln Gelsen zugeschrieben. Doch kommt man in eine Unterkunft, gibt es einige auffällige Merkmale, die auf Bettwanzen-Befall hindeuten können. Die Kotspuren etwa sind als kleine schwarze Punkte neben dem Bettrahmen, der Sesselleiste, dem Lichtschalter oder der Matratze zu erkennen. Liegt ein massiverer Befall vor, so macht sich das durch einen beißenden-süßlichen Gestank im Raum bemerkbar.

Bettwanzen lieben den Geruch von dreckiger Wäsche und verkriechen sich auch gerne darin. Und hier liegt das Problem: Denn nimmt man auch nur ein einziges befruchtetes Weibchen im Gepäck mit, kann sie sich im nächsten Hotel oder, wieder zu Hause angekommen, einnisten und rasant vermehren. Schließlich legt jedes Weibchen bis zu zwölf Eier täglich.

Kammerjäger holen

Hat man einmal Bettwanzen in der Wohnung, so hilft nur noch der Kammerjäger. Daher sollte alles unternommen werden, um sie erst gar nicht aus dem Urlaub mitzubringen. In der Unterkunft angekommen, ist es daher durchaus sinnvoll, das Quartier nach Bettwanzenspuren abzusuchen. Außerdem sollten die Koffer nie in unmittelbarer Nähe des Bettes abgestellt werden. Bei Verdacht sollte die Wäsche zu Hause in der Badewanne ausgepackt werden, um fliehende Wanzen sofort sehen zu können. Anschließend alles möglichst heiß waschen und in den Trockner geben, damit dem Urlaub nicht eine Parasitenplage folgt.

Dieser Beitrag ist ursprünglich im News 32+33/2019 erschienen.