WM 2018 von

Luis Suarez: Vom "Beißer"
zum Stürmer mit Teamgeist

Der "Kannibale" hat sich weiterentwickelt - auch privat

WM 2018 - Luis Suarez: Vom "Beißer"
zum Stürmer mit Teamgeist © Bild: APA/AFP/Miguel Rojo

Es ist vergleichsweise ruhig geworden um Luis Suarez. Das war bei der WM 2014 in Brasilien noch ganz anders gewesen. Mit einer Beiß-Attacke gegen den Italiener Giorgio Chiellini in der Vorrunde hatte der Stürmer für einen riesigen Skandal und weltweites Aufsehen gesorgt.

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Uruguays Star Luis Suarez hat eine bewegte Vergangenheit. Bei der WM in Brasilienhat er im entscheidenden Gruppenspiel gegen Italien Giorgio Chiellini die Schulter blutig gebissen - und war darauf nicht nur vier Monate gesperrt worden: Die Aktion brachten ihm auch Namen wie „Weißer Hai“ , „Kannibale, „Vampir“ oder Beißer ein.

»Dabei bin ich eigentlich sensibel«

Das Selbstbild des Stürmers, der gern die Nerven verliert ist jedoch ein anderes. „Ich bin eigentlich sensibel“, sagt der 31-Jährige in einem Interview. Und er scheint sich weiterentwickelt zu haben.

Jetzt zählen nur die Erfolge

So lässt der Angreifer des FC Barcelona bei der Weltmeisterschaft in Russland nur noch Erfolge sprechen. Konkret sieht das so aus: Suarez bestritt inzwischen sein 100. Länderspiel für Uruguay - ein Rekordwert. Zudem war er an acht der letzten 15 WM-Tore von Uruguay direkt beteiligt. Doch ist seine Wandlung glaubhaft?

© APA/AFP/Fabrice COFFRINI

Ein Stürmer zwischen Genie und Wahnsinn

Die Karriere von Uruguays Rekordtorschützen ist dennoch voller Skandale: Mal griff er einen Referee an, mal prügelte er sich mit einem Mitspieler. Und 2011 wurde er für acht Spiele gesperrt, weil er den französischer Fußballspieler Patrice Evra rassistisch beleidigt hatte.

»Jeder Fußballer schlägt mal über die Stränge«

„Jeder Fußballer schlägt mal über die Stränge und outet sich als Bösewicht“, sagte Suarez damals gelassen.
Im Jahr 2014 schlug er ein neues Kapitel in seiner Fußball-Karriere auf. Seit damals steht Luis Suárez beim FC Barcelona unter Vertrag. In bisher 198 Einsätzen für den FC Barcelona schoss Suárez 152 Tore und legte 84 weitere auf. Sein Jahresgehalt liegt momentan angeblich bei etwa 16 Millionen Euro im Jahr.

Mit Lionel Messi und Neymar bildete er drei Jahre lang das gefürchtetste Angriffstrio der Welt. Neymar wechselte 2017 zu Paris Saint-Germain, doch Messi und Suárez bleiben weiterhin hoch effektiv.

Mit Lionel Messi versteht er sich auch privat sehr gut. Hier gratuliert er ihm zum 30. Geburtstag

Hier sind er und seine Frau Sofia Balbi (im roten Kleid) bei der Hochzeit von Lionel Messi und Antonella Roccuzzo. Luis Suárez und seine Jugendliebe Sofia Balbi sind selbst schon seit mehr als 9 Jahren verheiratet.

Zusammen haben die beiden zwei Kinder: Tochter Delfina und Sohn Benjamin.

Und ein drittes Kind soll demnächst folgen. Dies deutete Suárez mit seinem Torjubel gegen Saudi-Arabien an. Einen Tag später gab er es mit diesem Instagram-Post offiziell bekannt.

Bleibt zu hoffen, dass das Familienglück und die bisher erfolgreiche WM 2018 den heißblütigen Spieler am Boden halten.