WM 2014 von

Suarez "auf Gegner gefallen"

Uruguays Stürmerstar verteidigt sich nach Beißattacke: "Keine Absicht zu beißen"

Uruguays "Beißer" Luis Suarez © Bild: APA/EPA/EMILIO LAVANDEIRA JR

Uruguays gesperrter Stürmer Luis Suarez hat in seiner Verteidigung beim Weltverband FIFA jeglichen Beißversuch bestritten. Übereinstimmenden Berichten zufolge schrieb der 27-Jährige auf spanisch, dass es "in keinster Weise wie beschrieben passierte, als Biss oder Absicht, zu beißen." Das steht in Paragraf 6 des FIFA-Urteils, wie die Nachrichtenagentur AP und brasilianische Medien berichteten.

"Im Moment des Aufpralls habe ich die Kontrolle verloren, wurde instabil und bin auf meinen Gegner gefallen", berichtete Suárez über den Vorfall mit dem italienischen Verteidiger Giorgio Chiellini. "Als mein Gesicht den Spieler traf, bekam ich eine kleine Prellung an der Wange und spürte starken Schmerz an meinen Zähnen."

Unparteiische hatten Vorgang nicht gesehen

Wie aus dem Bericht hervorgeht, hatten die Unparteiischen den Vorgang nicht gesehen. Die Disziplinarkommission wertete den Biss als "überlegt, absichtlich und ohne Provokation."

© REUTERS/Tony Gentile

Der uruguayische Verband AFU hat rechtzeitig beim Weltverband FIFA einen Einspruch gegen diese Bestrafung angekündigt. Diese Erklärung sei am Freitagabend eingegangen, teilte eine FIFA-Sprecherin am Samstag mit. Damit hielt die AFU die Drei-Tage-Frist ein und hat weitere sieben Tage bis Sonntag kommender Woche Zeit, einen schriftlichen Einspruch vorzubringen. Ein Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung für die Sperre.

"Beißer" Suarez zeigt sich in Uruguay seinen Fans

Indes hat sich Suarez erstmals nach der Rückkehr in seine Heimat in der Öffentlichkeit gezeigt. Mit seinen Kindern Benjamin und Delfina auf dem Arm grüßte er am Freitagabend (Ortszeit) Fans vom Balkon eines Hauses nahe der Hauptstadt Montevideo. Äußerungen für die Presse machte er nicht.

Suarez mit seinem Sohn
© REUTERS/Television Nacional Uruguay (TNU) Suarez mit seinem Sohn

Stattdessen wandte er sich via Twitter an die Fans: "Vielen Dank, dass ihr an meiner Seite seid, ich möchte, dass ihr alle heute meine Freunde aus der Nationalmannschaft bei der Partie gegen Kolumbien unterstützt", schrieb der 27-Jährige vor dem Spiel am Samstag.

Er und seine Familie seien sehr dankbar, "für den Beweis der Unterstützung und die Liebe, die ich erhalten habe".

Mit dem Privat-Jet abgeholt

Ein Privatflugzeug hatte den 27-Jährigen vom nordostbrasilianischen Natal zu einem Militärflughafen in Montevideo geflogen, wie örtliche Medien berichteten. Anschließend sei Suarez ins Haus seiner Mutter in einem Badeort in der Nähe der Hauptstadt gefahren. Am Samstag wolle er sich mit Familie und Freunden die Achtelfinal-Partie Uruguay gegen Kolumbien im Fernsehen anschauen, hieß es weiter.

Der Fußball-Weltverband FIFA hatte Suarez am Donnerstag wegen seiner Beißattacke gegen den Italiener Giorgio Chiellini für neun Pflicht-Länderspiele gesperrt. Zudem ist er vier Monate lang von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen.

Kommentare

Bei diesen blinden Schiedsrichtern kein Wunder!! Die FIFA müßte sich die Situation ebeb genauer ansehen! Wofür gibt es Superzeitlupen?
Oder sonst sollen sich diese alten Knacker bessere Brillen kaufen! Ein Schwachsinn an Regeln jagt den anderen (Bekleidung,Jubel usw.)

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