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Schwedens neuer Schneekönig

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Volvos neuer City-SUV XC 40 zeigt sich im Wintereinsatz trittfest und souverän. Zum Marktstart gibt es jedoch nur die PS-starken und kostspieligen Versionen.

Frische zehn Zentimeter Neuschnee und darunter blankes Eis -so präsentiert sich das Winterfahrgelände Faistenau im schönen Salzburger Land, als wir im neuen Volvo XC 40 ankommen. Ideale Bedingungen also, den kleinen Premium-SUV der Schweden, der freilich im belgischen Genk gebaut wird, in winterlichen Belangen zu prüfen. Oder, um dem kecken Volvo-TV-Spot ein wenig Contra zu geben: Wir testen zwar nicht, wo Volvo zu Hause ist, aber dort, wo es ungleich mehr Bergstrecken und gefinkelte Kurven als in ganz Schweden gibt.

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Mit ziemlicher Sicherheit wird der rund viereinhalb Meter lange Volvo in seinem ganzen Autoleben nicht mehr so forderndes Terrain unter seine vier angetriebenen Räder bekommen wie bei unserem Test. Der XC 40 ist nämlich wie die stetig wachsende Konkurrenz von Audi bis Range Rover als City-SUV gebrandet. Aber hier, in Faistenau, zeigt er, was er könnte. Dazu stehen die beiden stärksten Modelle, zu Verkaufsstart ab 10. März auch die einzig verfügbaren, in den Startblöcken: der 190 PS starke Diesel D4 und der Turbobenziner T5 mit 247 PS Leistung. Beide Vierzylinder, beide mit Allradantrieb und Achtgang-Wandlerautomatik ausgestattet.

Diesel wie Benziner erklettern die Steigungen mühelos, driften bei ausgeschaltetem ESP beherzt durch die Kurven wie Marcel Hirscher durch die Slalomtore. Nur dort, wo das blanke Eis herauskommt, gibt es für den XC 40 trotz aller Regelsysteme kein Halten mehr. Der Allrad ist prinzipiell auf die Vorderräder ausgelegt und schaltet per Lamellenkupplung die Kraft bei Bedarf nach hinten. Bis 50 Prozent marschieren so an die Hinterräder, unmerklich und effektiv -außer, wenn es so glatt ist, dass auch Bergziegen w. o. geben.

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Auf geräumten Straßen hinterlässt der Diesel den etwas entspannteren Eindruck: Er tritt souverän an, sortiert die Gänge gelassen und wirkt, wenn man ihm die Sporen gibt, akustisch nicht so angestrengt wie der Benziner. Der lässt freilich auf der Autobahn den Diesel doch mit Respektabstand hinter sich.

Natürlich ist der XC 40 einwandfrei als kleiner Bruder von XC 60 und Xc 90 zu identifizieren. Trotzdem zeigt er seine stilistische Eigenständigkeit in der durch die breite C-Säule angedeuteten Coupé-Optik und dem nach innen (statt nach außen) gewölbten Kühlergrill. Innen kann der XC 40 mit einigen Raffi nessen aufwarten. So gibt es in den Türen riesige Ablagefächer, weil die Bassboxen unter das Armaturenbrett gewandert sind, in der Mittelkonsole ein Mistkübel sitzt und der Kofferraum viele Raumteiler und im Unterboden sogar Platz für die Gepäckabdeckung hat.

Daten

Ab 10. März verfügbar:

XC 40 D4: 4 Zyl., Turbodiesel, 1969 ccm, 190 PS (140 kW), 210 km/h Spitze, 0 -100 km/h in 7,9 Sek., Verbrauch: 5,0 l/100 km, € 44.587,-

XC 40 T4: 4 Zyl., Turbobenziner, 1969 ccm, 247 PS (181 kW), 230 km/h Spitze, 0-100 km/h in 6,5 Sek., Verbrauch: 7,3 l/100 km, € 45.535,-