Eklat bei Feier von

Rainhard Fendrich
attackiert Sebastian Kurz

Sänger erklärt Kanzler in spe, dass er seine Regierungsbildung als Frechheit empfindet

Eklat bei Feier - Rainhard Fendrich
attackiert Sebastian Kurz © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Eigentlich sollte am Samstagabend bloß der 60. Geburtstag von Manager Siegfried Wolf gefeiert werden, doch dann kam es zum Eklat, als Rainhard Fendrich ÖVP-Chef Sebastian Kurz die Meinung geigte.

Vergangenen Samstag feierte der Manager Siegfried Wolf im Golfclub Fontana seinen 60. Geburtstag. Rund 300 Gäste waren geladen, zwischen zwei von ihnen kam es Medienberichten zufolge zum Eklat. Austropop-Urgestein Rainhard Fendrich, der an sich nur als Sänger auftreten sollte, meldete sich auch zum aktuellen politischen Geschehen zu Wort. "Er hat zu Sebastian Kurz gesagt, dass er seine Regierungsbildung als Frechheit empfindet, dass er Van der Bellen zum Bundespräsidenten gewählt hat und er nichts von den Blauen hält", behauptet ein Zeuge der Situation.

»Er hat zu Sebastian Kurz gesagt, dass er seine Regierungsbildung als Frechheit empfindet«

Viele der Partygäste seien über Rainhards Fendrich plötzlichen Ausbruch empört gewesen, heißt es. Das Geburtstagskind habe den Sänger aufgefordert, sich zu entschuldigen, was dieser schließlich auch zähneknirschend tat.

Gegenüber der Tageszeitung "Österreich" erklärte Fendrich, er halte Kurz für einen "hochbegabten, ambitionierten Politiker". Seine Wende zu einer "rechtspopulistischen Partei hin" mache ihn allerdings fassungslos. "Ich wollte an diesem Abend weder jemanden beleidigen noch eine Party stören, aber angesichts der anwesenden Politprominenz konnte ich nicht anders, da mich die große Sorge erfüllt, dass Österreich durch diese schon einmal da gewesene Konstellation weltweit Schaden erleidet. Bei Herrn Wolf möchte ich mich in aller Form entschuldigen", so der 62-Jährige.

Rainhard Fendrichs Abneigung gegenüber der FPÖ ist bekannt. Bereits im Jahr 2014 versuchte er, ein Plakat der FPÖ-Oberösterreich mit der Textzeile "Do kum i her, da g'hear i hin" aus seinem Lied "I am from Austria" verbieten zu lassen. Alexander van der Bellen hingegen durfte während des Bundespräsidentschaftswahlkampfs mit dem Fendrich-Song werben.