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Stress im Büro - Gründe & Folgen

Wohin mit dem Stress im Büroalltag?

Karriere - Stress im Büro - Gründe & Folgen © Bild: Shutterstock

Wie wirkt sich Stress am Ende des Tages auf die Arbeitsleistung aus? Eine aktuelle Studie liefert Antworten.

Ein hoher Stresslevel ist für viele nicht aus ihrem Arbeitsalltag wegzudenken. Doch wie wirkt sich Stress am Ende des Tages auf die Arbeitsleistung aus? Gemeinsam mit karriere.at, bene und dem WIFI ist das Badener Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com dieser Frage nachgegangen.

Ein wesentliches Ergebnis: Einmal im Stress-Rad angekommen, ist es schwer den Konsequenzen zu entkommen. Eine hohe Arbeitsauslastung bewirkt hingegen Positives.

Top-Stressfaktoren in Österreichs Büros

29 Prozent der Österreicher haben sich im Laufe des vergangenen Arbeitstages sehr bis eher gestresst gefühlt. Was sind die Gründe für Stress?
Überwiegend ist es Zeitdruck, der Berufstätige in Stress versetzt. 14,2% gaben Zeitdruck als Grund an, aber auch unfreundliche, nervige Kunden, rund 7,2%, viele Telefonate,6,9% oder der Druck, alle Aufgaben gleichzeitig erledigen zu müssen reihen sich unter die Top-Stressfaktoren in Österreichs Büros.

Nicht zu verwechseln ist ein stark ausgeprägter Stresspegel jedoch mit einer hohen Arbeitsauslastung. Denn diese steigert die Vorfreude auf den Arbeitstag sogar, ganz im Gegensatz zu Stress. Dementsprechend wird die Atmosphäre im Büro von Arbeitnehmern mit hoher Stressbelastung weniger positiv wahrgenommen, als von jenen, die unter Bedingungen mit einem niedrigen Stressniveau arbeiten.

Und die Negativspirale dreht sich weiter. Denn dazu kommt, dass sich Stress-Geplagte mit 27,9% häufiger unfair behandelt fühlen im Vergleich zu 6,1% derjenigen mit hoher Arbeitsauslastung.

Und einfach kündigen?

Rund 23 Prozent mit hohem Stresslevel haben sich im Laufe des Arbeitstages ernsthafte Gedanken über die Kündigung des Jobs gemacht.
Ein Bedürfnis, das lediglich auf 6,6% der Berufstätigen mit einem niedrigen Stresslevel zutrifft. Interessant ist in diesem Kontext erneut der Grad der Arbeitsauslastung. Gut ein Drittel (34,8%) der stark eingedeckten Personen denken daran, sich beruflich zu verändern. Mit 49,1% stellt dies für knapp die Hälfte der weniger stark Ausgelasteten eine denkbare Option dar. Es ist daher nicht auszuschließen, dass diese Entwicklung möglicherweise eine Konsequenz des sogenannten Boreout-Syndroms ist, also einer Unterforderung im Arbeitsleben.

Fröhlich in den Feierabend

Wenn es darum geht, ob man das Büro am Vortag zur ursprünglich geplanten Zeit verlassen hat, sind es dennoch erneut die Angestellten mit einem hohen Stresspegel, die ein Klagelied singen können. Rund 4 von 10 ist dies nicht gelungen. Aber wer glaubt, dass mit dem Schließen der Bürotüre automatisch Glücksgefühle aufkommen, der irrt. Mehr als die Hälfte der Angestellten, die tagsüber mit einem hohen Stresslevel zu kämpfen haben, fühlen sich nach Verlassen der Arbeitsstätte vorrangig müde und können nur schwer abschalten. Besser gelingt dies hingegen den weniger Stressbelasteten, die sich zu 27,9% fröhlich und glücklich (17,5%) in den Feierabend verabschieden.

Apropos Feierabend: Wenn es darum geht, ob Berufstätige mit einer hohen Stressbelastung genügend Zeit für ihr Privatleben bleibt, sprechen die Ergebnisse der Studie eine eindeutige Sprache. So gelingt es nur knapp jedem Zweiten genügend Zeit für seine privaten Angelegenheiten aufzubringen, im Vergleich zu 83,0% bei den weniger stark Belasteten.

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