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Wie hat sich die
Wohnsituation in Wien verändert?

Immobilien - Wie hat sich die
Wohnsituation in Wien verändert? © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Wie haben sich die Immobilienpreise verändert? Welche Bezirke sind heute angesagt und wie groß sollte die Traumwohnung heute sein?

"2001 gab man rund 30% des Einkommens für das Wohnen aus. Heute liegen Wohnausgaben meist schon bei 50% und mehr", stellt Bernd Gabel-Hlawa, Gründer und Geschäftsführer von FindMyHome.at, fest.

Eine aktuelle Studie des Immobilienportals geht der Frage nach, wie sich die Wohnsituation in Wien innerhalb über die Jahre verändert hat.

Wer heute eine Wohnung bezieht, muss tiefer in die Tasche greifen. So werden insbesondere Eigentumsimmobilien zum Luxusgut. Innerhalb der letzten zehn Jahre wurde hier eine durchschnittliche Preissteigerung von knapp 120 % registriert. 2007 etwa betrug der durchschnittliche Angebotspreis von Eigentumsimmobilien auf FindMyHome.at in Wien noch knapp 2.625 Euro pro m². Heute hat sich dieser Durchschnitt mit 5.772 Euro pro m² in Wien mehr als verdoppelt.

Die teuersten Eigentumswohnungen

Die teuersten Angebote waren 2007 noch in der Inneren Stadt (5.586 € pro m²), Döbling (4.016 € pro m²) und Neubau (3.523 € pro m²) zu finden, 2017 klettern Josefstadt (9.242 € pro m²) und Wieden (8.191 € pro m²) auf den zweiten und dritten Stockerlplatz nach der Inneren Stadt (14.295 € pro m²).

Doch nicht nur allein Eigentum, auch die Mieten zogen in den letzten Jahren an. Kostete eine Wiener Mietwohnung auf FindMyHome.at 2007 noch durchschnittlich 10,75 Euro pro m², so sind es 2017 schon um knapp 50 % mehr, nämlich 16,11 Euro pro m². Betroffen sind alle Bezirke, wobei die Erhöhung über die Jahre unterschiedlich ausfiel: So sind seit 2007 einerseits die Mieten in fast allen Bezirken innerhalb des Gürtels stark angestiegen. Aber auch im 17. und 18. Bezirk sowie im 21. und 22. Bezirk war der Anstieg überproportional hoch.

Neue "Trendgrätzl"

Doch nicht nur in Sachen Geld, auch beim Wohnort gab es über die Jahre Veränderungen. „2001 zog es Immobiliensuchende am häufigsten nach Döbling, Alsergrund und Hietzing. Heute zählen Favoriten, Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring zu den beliebtesten Bezirken in Wien. Die Kombination aus günstigem Mietpreis, gutem Anschluss an die Innenstadt und hippen Trendgegenden, wie etwa dem Brunnenmarkt, bedingen die Beliebtheit der Bezirke“, wird Bernd Gabel-Hlawa in der Studie zitiert.

Und wie sieht es innerhalb der eigenen vier Wände aus?

Vor allem Grundrisse, Komfort und Technologien der Immobilien haben im Vergleich zum Jahr 2001 einen Wandel erlebt. „Früher war Wohnen viel zweckmäßiger – heute ist die eigene Wohnung ein Rückzugsort, der Freizeitschwerpunkt und oftmals auch Arbeitsplatz.", so Benedikt Gabriel, ebenfalls FindMyHome.at Geschäftsführer und Gründer. "Ganz gleich in welcher Preisklasse – immer mehr Individualität wird in der eigenen Wohnung zum Ausdruck gebracht.“
Waren früher noch Wohneinheiten mit vielen, kleineren Zimmern beliebt, sind in den letzten Jahren große, freie Räume immer gängiger geworden.

»2001 wurde im Durchschnitt eine Eigentumsimmobilie der Größe von 120 bis 160 m² gesucht«

Apropos Räume. 73 % der User auf FindMyHome.at suchten 2001 nach Eigentumsimmobilien, deren Wohnfläche im Durchschnitt eine Größe von 120 bis 160 m² hatte – ein Drittel der Suchenden fragte nach einem Haus für Familien mit durchschnittlich vier Bewohnern und Bewohnerinnen an. Zum Vergleich: „Heutzutage stehen jedem Wiener und jeder Wienerin durchschnittlich 38 m² Wohnfläche zur Verfügung, im Schnitt leben zwei Personen in einer Wohnung“, so Gabel-Hlawa.