Gruppe F von

Fußball-WM 2014: Lionel Messi - Wird das nun sein Turnier?

Argentiniens Superstar nach 3:2 gegen Nigeria gefeiert - Bedenken vor Achtelfinale

FUSSBALL - FIFA WM 2014, Lionel Messi, Nigeria vs. Argentinien © Bild: GEPA pictures / Fotoarena / Marcelo Machado de Melo

Ein Saison zum Vergessen - oder doch nicht? Lionel Messi scheint sich seine Kräfte in diesem Jahr für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aufgespart zu haben. Nach einer verkorksten Saison in Barcelona führte "Leo" seine Argentinier in der Vorrunde zu drei Siegen und Platz 1 in Gruppe F. Überzeugen konnte die "Albiceleste" in der ersten Turnierphase aber dennoch nicht restlos.

Mit zwei Toren beim 3:2-Sieg am Mittwoch in Porto Alegre zum Gruppe-F-Abschluss gegen die mit ihnen ins Achtelfinale aufgestiegenen Nigerianer stockte der Barcelona-Superstar sein Torkonto auf vier Treffer auf und zog damit an der Spitze der Torschützenliste mit seinem brasilianischen Club-Kollegen Neymar gleich. Beide sind im Rennen um den Titel "WM-Superstar" damit weiter voll dabei.

Als Mannschaft haben die Argentinier aber noch weniger überzeugt als die mit sieben Zählern ebenfalls als Gruppensieger bilanzierenden Brasilianer. Für den Titel-Co-Anwärter bzw. geografischen Nachbarn des WM-Gastgebers ist zu hoffen, dass sein Superstar verletzungsfrei durch diesen Titelkampf kommt. Im Saisonverlauf hatte Messi überdurchschnittlich oft und lange mit Blessuren zu kämpfen.

"Von jetzt an keine Fehler mehr erlaubt"

Momentan wird der 27-Jährige wie ein Weltmeister gefeiert, der Hype um seine Person interessiert ihn freilich nicht. Vielmehr richtete er nach seinem Austausch gegen Nigeria in Minute 63 bzw. dem Erfolg den Blick auf das Achtelfinale gegen die Schweiz. Dieses findet am Dienstag (18.00 Uhr MESZ, im Live-Ticker von NEWS.AT) in Sao Paulo statt. "Von jetzt an darfst du dir keinen Fehler mehr erlauben", sagte Messi wohl auch in Richtung der Teamkollegen.

Die Schwachstellen sind auch Argentiniens Trainer Alejandro Sabella nicht entgangen. "In der Defensive hatten wir manchmal Probleme", räumte der Coach ein: "Daran müssen wir arbeiten. Wenn in der Runde der besten 16 die Dinge schlecht laufen, fährst du heim." Wenige Stunden später beeindruckte wie zur Bestätigung Xherdan Shaqiri beim Schweizer 3:0 gegen Honduras mit einem Triplepack. Der Bayern-Legionär ist wie Messi 1,69 m.

Argentinien: Angst vor Achtelfinal-Aus

Beide Asse werden mit Selbstvertrauen in dieses Match gehen. Messi erzielte gegen Nigeria seinen ersten WM-Doppelpack bzw. das erste WM-Freistoßtor der Argentinier seit 32 Jahren. "Argentinien feiert dank der Magie des Leo Messi", schrieb die Zeitung "Clarin" zu den zwei spektakulären Toren. Ein Aus im Achtelfinale wäre aber ein Desaster, auch in Argentinien zählt nur der Titel.

Zweifel am Potenzial dafür sind im eigenen Land vorhanden - und berechtigt. Denn bei beiden Gegentoren durch Ahmed Musa hinterließ die Viererkette keinen guten Eindruck. "Ohne ihn versinkt die Auswahl in der Konfusion", schrieb "La Nacion" am Donnerstag. "Was wäre Argentinien ohne Lionel Messi? Es erschreckt, darüber nachzudenken." Die Tageszeitung "Pagina12" nannte den Kapitän gar eine "Traummaschine".

Kommentare