Die Stadien der WM

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Arena da Baixada, Mineirao oder Arena Fonte Nova. Allein die Namen der insgesamt 12 Stadien machen Lust auf die WM-Endrunde in Brasilien. Das Land des Rekord-Weltmeisters hat riesige Investitionen getätigt, um dem größten Fußball-Spektakel der Welt auch einen würdigen Rahmen zu verpassen.

Doch wo hochmoderne Arenen für das Licht stehen, gibt es auch Schatten. Rund vier Wochen vor Beginn der WM erschütterte erneut eine Welle von Protesten mehrere brasilianische Austragungsorte. Zudem starb in der westbrasilianischen Stadt Cuiaba ein weiterer Arbeiter während der Fertigstellung der Stadien. Die Opferanzahl der Bauarbeiten stieg damit auf acht.

Optimismus der FIFA

Trotz sozialer Unruhen im Land und anhaltender Verzögerungen war die FIFA bemüht, Optimismus auszustrahlen. "Ich hoffe, nach der Eröffnung mit Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo einen Caipirinha zu trinken und nach dem Finale eine Champagnerflasche zu entkorken", erklärte etwa FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke nach seiner jüngsten Inspektionstour.

Was dem hohen Weltverbandsmitglied gezeigt wurde, kann sich aber auch sehen lassen. So wird etwa in der Arena da Amazonia Regenwasser aus dem Amazonasgebite aufgefangen, um damit Toiletten zu spülen und das Spielfeld zu bewässern. Charakteristisch für die Arena Fonte Nova in Salvador de Bahia ist indessen eine Öffnung zu einem im Süden des Stadions gelegenen See.

Der teuerste Neubau ist mit knapp 424 Mio. Euro das Estadio Nacional in Brasilia, das der Architektur der Hauptstadt gerecht werden soll. Die Fußballverrücktheit eines Ländes lässt sich also auch in seinen Bauten nachvollziehen.