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Kellnerin entlassen

Hotel feuert Mitarbeiterin nach Eintrag eines Kollegen auf ihrer Facebook-Seite

Facebook - Kellnerin entlassen © Bild: APA/DPA/Stephan Jansen

Eine Kellnerin ist von ihrem Arbeitgeber wegen eines Facebook-Eintrages verlassen worden. Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert das Vorgehen scharf und will die Entscheidung des Hotels anfechten.

Ein Posting eines Kollegens habe der Kellnerin ihren Job beim Wiener Hotel & Palais Strudlhof gekostet, berichtet der "Kurier". Die fristlose Entlassung sei aus Sicht der AK völlig ungerechtfertigt und werde nun bekämpft. Das Hotel hingegen sieht das Vertrauensverhältnis zerstört.

Kollege schimpfte über Chef
Die Facebook-Freundschaft mit einem Kollegen, der online über den Chef herzog, wurde laut "Kurier" als Begründung der Entlassung herangezogen. Das Posting habe drei Kollegen den Job gekostet: Dem Autor, einem Kommentator, und der Kellnerin, die auf das Posting gar nicht reagierte, weil sie nicht online war. Für AK-Arbeitsrechtsexperten Günter Köstelbauer ist die Entlassung unverständlich, denn die Betroffene habe sich ja selbst gar nichts zuschulden kommen lassen.

Von Seiten des Vorgesetzten der Frau im Hotel werden laut "Kurier" die Entlassungen zwar bedauert aber verteidigt, weil durch den Facebook-Plausch das Vertrauensverhältnis zerstört worden sei. Außerdem habe es schon einen anderen Vorfall gegeben, der Schritt sei nicht aus heiterem Himmel gekommen. Schließlich habe es auch im Personal wegen ausstehender Gehälter rumort, da es Zahlungsschwierigkeiten gegeben habe, wurde gegenüber der Zeitung eingeräumt.

In der arbeitsrechtlichen Beratung würden "Facebook-Fälle" zunehmen, warnt der AK-Experte. Wenn Mitarbeiter im Web Geschäftsgeheimnisse verraten oder ihre Treue-, Loyalitäts- oder Rücksichtsnahmepflicht verletzen, könne dies den Job kosten.

Kommentare

simm1111

Kündigung Aber wenn es stimmt das sie bei dem Eintrag nicht reagiert hat ist es sicher nicht richtig sie fristlos zu kündigen. Wie man lesen kann gab es Schwierigkeiten mit den Gehaltszahlungen, also wahrscheinlich ein guter Grund einen Mitarbeiter schnell los zu werden!!

freud0815 melden

bei uns ging vor ca 2 jahren ein mail an alle, dass wir alle darauf achten sollen, dass die firma durch unsere evtl fb einträge nicht in schlechtes licht gerückt wird und wir sollten von unliebsamen einträgen über kollegen usw absehen, da es sonst zu untersuchungen seitens hr kommen könnte
sowas sollte der ag von anfang an klarstellen (auch surfen und private mails über firmenmailacct)

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

@freud0815 Und??...hast eh brav darauf geachtet, dass die Firma nicht in ein schlechtes Licht gerückt wurde??? :-)

tiroleradler melden

Re: bei uns bestimmte interna gehört einfach nicht ins net............................. auch wenn diese der wahrheit entsprechen. man sollte dies bei der nächsten wien reise bzw. hotelbuchung bedenken.
denn wer mit seinen mitarbeitern so umgeht,wird es mit gästen................
kopf hoch und weitermachen

freud0815 melden

Re: bei uns aber klar- bei FB findet mich niemand-ich will net wissen was news and daten speichert, wenn ich mich bei FB anmelden würde, würden mich einige der beleidigten sicher mal lynchen
wie doof aber auch, über firma und kollegen zu lästern wenn man weiss wers ist...

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