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Brigitte Macron - mit Charme und Chic unterwegs in den Elyseepalast

Frankreich könnte wieder eine "Premiere Dame" bekommen

Frankreich - Brigitte Macron - mit Charme und Chic unterwegs in den Elyseepalast © Bild: APA/AFP PHOTO / BERTRAND GUAY BERTRAND GUAY

Breites Lächeln, blonde Löwenmähne, schicke Kleidung: Brigitte Macron ist im Wahlkampf nie weit von ihrem Mann entfernt. Die frühere Französisch- und Lateinlehrerin hat im Team von Emmanuel Macron zwar keine offizielle Rolle. Die Mutter von drei erwachsenen Kindern agiert aber im Hintergrund und "coacht" den 39-Jährigen Präsidentschaftskandidaten, von manchen der "französische Kennedy" genannt.

Falls der Jungstar und Chef der Bewegung "En Marche!" - wie erwartet - am 7. Mai die Rechtspopulistin Marine Le Pen besiegt, wird die 64-jährige Brigitte "Premiere Dame" in Frankreich.

Ein ungewöhnliches Paar

Das Paar, das sich auf den Weg zum Elyseepalast macht, ist in jeglicher Hinsicht ungewöhnlich. Da ist zunächst der Altersunterschied. Sie lernten sich im nordfranzösischen Amiens kennen, in der von Brigitte geleiteten Theatergruppe eines katholischen Gymnasiums.

© APA/Eric FEFERBERG / AFP Brigitte küsst ihren Mann nach dem Wahlsieg
»Sie hatte damals drei Kinder und einen Ehemann. Ich war Schüler und nichts mehr«

Macron verlässt dann als 17-Jähriger die enge Provinzstadt und schließt seine Schulzeit in Paris ab. "Sie hatte damals drei Kinder und einen Ehemann", berichtet er rückblickend in seinem Buch "Revolution". "Ich war meinerseits Schüler und nichts mehr."

© APA/Eric FEFERBERG / AFP Brigitte mit ihren Töchtern Laurance und Tiphaine aus ihrer ersten Ehe

15 Jahre nach dem Kennenlernen wurde geheiratet

Es dauerte bis 2007, bis die beiden heirateten - 15 Jahre nach ihrem ersten Kennenlernen. Die aus der konservativen, alteingesessenen Schokoladendynastie Trogneux stammende Brigitte habe zuvor den Tod ihrer Eltern abgewartet, berichtet die Journalistin Alix Bouilhaguet in ihrem Buch "Le Couloir de Madame".

»Unsere Geschichte hat uns einen hartnäckigen Willen eingehämmert, nichts dem Konformismus zu überlassen«

Macron und seine Frau überwanden hohe Hürden, bevor ihre Beziehung möglich und akzeptiert wurde. "Unsere Geschichte hat uns einen hartnäckigen Willen eingehämmert, nichts dem Konformismus zu überlassen(...)," resümiert der Kandidat.

Ein glamouröses Paar

Für Erstaunen sorgt auch die glamouröse Seite des Paares. Die Macrons ließen sich in People-Magazinen in Strandkleidung ablichten. "Bibi" und "Manu" treffen in der Hauptstadt gute Gesellschaft aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Showbusiness, im Jargon nur das "Tout-Paris" genannt.

© APA/PHILIPPE HUGUEN / AFP Brigitte und Emmanuel Macron in Le Touquet

Sie machen sich damit auch angreifbar. Nach der ersten Wahlrunde am vergangenen Sonntag wurde im Traditionsrestaurant "La Rotonde" angestoßen. Kritiker erinnern an Nicolas Sarkozy, der vor zehn Jahren seine Wahl zum Staatschef im Nobelrestaurant Fouquet's an der Prachtstraße Champs-Elysees zelebrierte - und danach rasch den Spitznamen "Bling-Bling-Präsident" angehängt bekam.

Brigitte soll eine Rolle haben

Macron wäre nicht Macron, wenn er sich nicht bereits Gedanken über die Zukunft im Elyseepalast gemacht hätte. Brigitte soll eine Rolle haben, aber nicht bezahlt werden. Der Senkrechtstarter strebt ein Statut für den Partner des Präsidenten an, also für die "Premiere Dame" oder den "Premier Homme".

Bisher ist die Rolle rechtlich nicht festgelegt. Das mag auch dazu geführt haben, dass es in den vergangenen Jahrzehnten viel privates Unglück im Schloss an der Rue Faubourg St. Honore im schicken achten Stadtbezirk gab. Nicht alles wurde in der Öffentlichkeit bekannt.

© APA/PHILIPPE WOJAZER / POOL / AFP Emmanuel und Brigitte Macron bei der Wahl

Yvonne de Gaulle, Frau des damaligen Präsidenten Charles de Gaulle (1890 bis 1970), nannte den Elyseepalast schlicht ein "Haus ohne Freude". Seitdem Amtsinhaber Francois Hollande sich Anfang 2014 von seiner langjährigen Partnerin Valerie Trierweiler getrennt hatte, trat er bei offiziellen Terminen meist nur noch allein auf. Idealerweise sei der Präsident allein, bilanzierte Hollande mit einem Anflug von Bitterkeit gegenüber zwei Enthüllungsjournalisten. "Nicht im Leben, aber in der Verantwortlichkeit. Keine 'Premiere Dame', kein 'Premier Homme'."

Kommentare

immerwieder melden

um gottes willen!!! und sowas findet ihr "chic"??? na servas.... darüberhinaus sollte das frühere verhältnis dieses komischen paares wahrlich GENAU!! geprüft werden. seltsam für mich sehr seltsam

Tavington melden

vielleicht hat er ein mutterkomplex oder was ähnliches. und seine frau muss auch was psychisches haben, das steht mal fest. normale lehrerinnen fangen niemals was mit schülern an. aber manche finden das romantisch.

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