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12-Stunden-Tag

12-Stunden-Tag hat für KTM "nicht die große Bedeutung", so KTM-AG-Vorstand Hubert Trunkenpolz

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12-Stunden-Tag © Bild: APA/BARBARA GINDL

Der expandierende Motorradhersteller KTM mit Sitz in Mattighofen (OÖ) würde aufgrund des Schichtarbeitsmodells nicht stark auf die von der ÖVP-FPÖ-Regierung geplante Arbeitszeitflexibilisierung setzten. "Wir haben zwei bis drei Schichten", sagte KTM-AG-Vorstand Hubert Trunkenpolz am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Der 12-Stunden-Tag habe deswegen für KTM "nicht die große Bedeutung".

Für den österreichischen Wirtschaftsstandort sei eine Arbeitszeitflexibilisierung aber "sicher nicht abträglich", so der KTM-Vorstand. KTM-Chef Stefan Pierer spendete Anfang September 2017 im Nationalratswahlkampf insgesamt 436.563 Euro an die Bundespartei der Österreichischen Volkspartei (ÖVP).

Umsatz KTM

2017 erzielte die börsennotierte KTM Industries das siebente Rekordjahr in Folge. Der Umsatz wuchs um 14 Prozent auf 1,53 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis um 8 Prozent auf 132,5 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern sank dagegen von 89,0 auf 83,9 Mio. Euro. Von den fast 6.000 Mitarbeitern sind 75 Prozent in Österreich tätig. 2017 verkaufte das Unternehmen 238.334 Motorräder der Marken KTM und Husqvarna, das entspricht einem Plus von mehr als 17 Prozent.

KTM wird 2018 laut Trunkenpolz rund 210.000 Motorräder produzieren. Der indische Hersteller Bajaj plant im Rahmen der Partnerschaft mit KTM heuer 40.000 bis 50.000 Motorräder herzustellen. Bis zum Geschäftsjahr 2022 hat sich KTM einen jährlichen Absatz von 400.000 Motorrädern zum Ziel gesetzt.

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