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"Eines Tages wird
Amazon scheitern"

Online-Handel - "Eines Tages wird
Amazon scheitern" © Bild: APA/AFP

Der Online-Gigant Amazon ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Und doch soll sie eines Tages zu Ende gehen. Das behauptet niemand geringerer als der Gründer von Amazon und reichster Mann der Welt, Jeff Bezos, höchstpersönlich.

Es kann schon mal passieren, dass man an einem schlechten Tag zu einer eher pessimistischen Aussage hingerissen wird. Nicht so aber, wenn man Jeff Bezos, den reichsten Mann der Welt, zur Zukunft seines größten Erfolgs befragt. Ganze drei Mal ist in den letzten Jahren dokumentiert, dass sich der 55-Jährige öffentlich mit diesem Szenario auseinandergesetzt hat.

Schwarzmalen auf Raten

Zuletzt sprach Bezos auf einer Auktionärsversammlung Ende 2018 davon. "Amazon ist nicht zu groß, um zu scheitern", meinte er und fügte hinzu: "Tatsächlich sage ich vorher, dass Amazon eines Tages scheitern wird. Amazon wird in den Konkurs gehen. Wenn Sie sich große Unternehmen ansehen, tendiert deren Lebensspanne zu 30+ Jahren, nicht zu 100+ Jahren."

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Aber auch im Jahr davor machte Bezos in einem Brief an seine Shareholder aufmerksam, dass auf "Tag 1" ein "Tag 2" folge, der "zu Stillstand, Irrelevanz, schmerzvollem Untergang und letztlich zum Tod" führe. Deshalb würde er alles dafür tun, um den "Tag 1" bei Amazon so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.

Zum ersten Mal ließ Bezos diesbezüglich 2014 aufhorchen, als er in einer CBS-Show sein Drohnen-Liefersystem erklärt hatte, merkte der Multimilliardär an: "Firmen haben eine kurze Lebensdauer und auch Amazon wird es eines Tages nicht mehr geben."

Cleverer Schachzug?

Jeff Bezos wäre allerdings nicht der reichste Mann der Welt, wenn er nicht sehr genau wüsste, was er sagt. Gut möglich, dass hinter diesen Aussagen nur strategische Rhetorik steckt. Dass Totgesagte länger leben dürfte ihm ebenso ein Begriff sein. Und selbst wenn Amazon eines Tages wirklich Pleite gehen sollte, kann es Jeff Bezos eigentlich herzlich egal sein: Reich gemacht hat ihn die Online-Plattform ja ohnehin schon.

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