Wechsel in der Vorstandsetage der BEWAG:
Münzenrieder und Lukits treten Rückzug an

"Auffassungsunterschiede" zur Unternehmenszukunft Posten werden demnächst neu ausgeschrieben

Die Suche nach einem Nachfolger für die scheidenden BEWAG-Vorstände Hans Lukits (59) und Josef Münzenrieder (60) wird nun auch offiziell eingeläutet. Der Aufsichtsrat hatte beschlossen, deren Mandate zum Jahreswechsel zu beenden. Die Ausschreibung der Vorstandsposten soll in Zeitungsinseraten veröffentlicht werden. Die noch amtierenden BEWAG-Chefs planen indessen bereits ihre Zukunft.

Wechsel in der Vorstandsetage der BEWAG:
Münzenrieder und Lukits treten Rückzug an © Bild: APA/GMASZ

Vorstandssprecher Lukits feiert kommendes Jahr einen runden Geburtstag. "Ich gehe nicht in Pension", das Thema habe ihn noch nie beschäftigt, betonte er bei einer Pressekonferenz anlässlich eines Energiesparwettbewerbs für Gemeinden und fügte hinzu: "Ich werde etwas sehr Spannendes machen, ich freue mich auch schon darauf." Um welche Tätigkeit es sich dabei handelt, wolle er "dann sagen, wenn es soweit ist."

Sein Vorstandskollege Münzenrieder wurde bei den Zukunftsplänen konkret: "Ich bin im Zivilberuf Steuerberater und werde dieser Branche dann wiederum treu bleiben."

An der Gerüchtebörse werden bereits Namen von Managern gehandelt, die das Duo in der BEWAG-Chefetage eventuell beerben könnten: In Medienberichten genannt wurden beispielsweise Bank Austria-Landesdirektor Michael Gerbavsits, Ex-BEWAG-Vorstand Günther Ofner und Direktor Hans-Peter Weiss von den Esterhazy-Betrieben. Die BEWAG ist zu 51 Prozent in Landesbesitz.

Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl antwortete auf die Journalistenfrage, ob er bei der Preisverleihung des Energiesparwettbewerbs im Frühjahr als Gemeindereferent oder vielleicht schon als BEWAG-Chef dabei sein werde: "Nachdem es keine vorzeitigen Landtagswahlen gibt, werde ich selbstverständlich als Landeshauptmannstellvertreter dabei sein."

(apa/red)