TV-Hit von

7 Fakten zu den "Vorstadtweibern"

Sie wollen zur Halbzeit noch einsteigen? Das müssen Sie über die Serie wissen!

Die Darstellerinnen aus der TV-Serie "Vorstadtweiber" © Bild: ORF/Petro Domenigg

Sie ist eingeschlagen wie es ORF-Serien nur selten tun: „Die Vorstadtweiber“ steht derzeit am Montag Abendlichen Fixprogramm vieler Österreicher und vor allem Innen. Bereits fünf Folgen wurden ausgestrahlt und die Serie erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Für alle jene, die den Start verpasst haben und jetzt zur Halbzeit der ersten Staffel doch noch einsteigen möchten, hat NEWS.AT zum erleichterten Einstieg die sieben wichtigsten Fakten zur sexy Austro-Serie zusammengefasst:

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Worum geht’s?

Der Inhalt der Serie ist schnell erzählt: Es geht um fünf „Weiber“ aus einem Wiener Nobelbezirk und deren Alltag, der hauptsächlich aus Shopping, Friseurbesuchen und sexuellen Abenteuern besteht. Doch der heile Schein trügt natürlich, denn vermeintlich heile Ehen, teure Kleidung und der Luxus könnten theoretisch bald der Vergangenheit angehören.

Wer sind die fünf „Weiber“?

Waltraud ist kultiviert, gebildet und alter Adel. Sie sieht der Realität ins Auge und ihr ist klar, dass sie und ihren Mann Josef nicht die große Liebe verbindet, sondern eine bequeme Kombination aus Geld (er) und Adel (sie). Die beiden schenken sich im Eheleben nichts. Waltraud bedient das Klischee des rücksichtslosen Vamps. Doch sie hat Angst vorm Älterwerden und schnappt sich darum einen jugendlichen Liebhaber.

Vorstadtweiber
© ORF/Petro Domenigg Waltraud

Nicoletta ist die einzige der Frauen, die arbeitet. Sie besitzt eine Nobelboutique und ist der soziale Mittelpunkt unter den Damen. Sie ist eine toughe, selbstbewusste Frau, jedoch hat sie ein Verhältnis mit Waltrauds Ehemann, von dem sie sich immer wieder um den Finger wickeln lässt, in der Hoffnung, einmal von der Zweit- zur Erstfrau zu werden.

Vorstadtweiber
© ORF/Petro Domenigg Nicoletta

Maria ist das Heimchen der „Weiber“. Sie ist die Hüterin des bürgerlichen Lebens und der heilen Welt. Doch auch bei ihr brodelt es unter der Oberfläche, dennoch will sie die Ehe retten. Unter den Freundinnen will sie dazugehören und aufgeschlossen wirken.

Vorstadtweiber
© ORF/Petro Domenigg Maria

Caroline ist das Küken und gleichzeitig auch der Sex-Vamp unter den fünf Frauen. Sie genießt die Vorzüge ihres Luxuslebens, dass sie aufgrund ihrer Ehe mit dem älteren Banker Hadrian führt. Dennoch werden die Ketten oft zu eng und dann muss sie mithilfe von wildem Sex mit ihrem Geliebten oder aber auch mit ihrem Mann ausbrechen.

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© ORF/Petro Domenigg Caroline

Sabine ist die Arme unter den „Weibern“. Sie wurde von ihrem Ehemann auf die Straße gesetzt und genießt nicht mehr die Vorzüge des Luxuslebens, im Gegenteil, sie muss sich mit niedrigen Jobs über Wasser halten. Auch die anderen tuscheln gerne über sie, doch sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft.

Vorstadtweiber
© ORF/Petro Domenigg Sabine

Wer sind die Schauspielerinnen dahinter?

Das bekannteste Gesicht aus den „Vorstadtweibern“ ist bestimmt Nina Proll (Nicoletta). Die österreichische Schauspielerin kennt man aus diversen Austro-Filmen wie „Komm, süßer Tod“, „Hinterholz 8“, „Fallen“ oder „Nordrand“. Waltraud-Darstellerin Maria Köstlinger spielte vor allem Theater. TV-technisch ist sie bekannt aus „Der Winzerkönig“ oder diversen SOKO-Folgen. Gerti Drassl (Maria) ist eine vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, die zum Ensemble des Theaters in der Josefstadt zählt. Auch in zahlreichen Filmen wirkte sie bereits mit, darunter „Spiele Leben“, „Der Knochenmann“, „Das Wunder von Kärnten“ oder „Der Medicus“. Martina Ebm (Caroline) spielte die Hauptrolle in Kurt Palms „Bad Fucking“, spielt auch im Theater an der Josefstadt und war auch schon in „Die Lottosieger“ zu sehen. Adina Vetter (Sabine) ist eine deutsche Schauspielerin, die seit 2006 am Wiener Burgtheater engagiert ist. Sie hat bis dato in drei Kinofilmen mitgewirkt und spielte im TV Rollen im „Tatort“ oder „Braunschlag“.

Was ist das Besondere an den „Vorstadtweibern“, was macht den Erfolg aus?

Auch wenn die Kritiker die Serie als zu klischeehaft und zu seicht abtun, so gibt das Publikum dem ORF recht, denn die „Vorstadtweiber“ werden geliebt. Gerade die Klischees sind es auch, die hier gefallen. Natürlich ist alles überzeichnet, doch viele Frauen finden sich in einem der fünf Typinnen wieder und können so perfekt aus dem eigenen Alltag fliehen. Und dies quer durch alle sozialen Schichten. Geschickt lehnten die Macher die fünf Figuren an jene Figuren der „Desperate Housewives“ an, ohne diese jedoch zu kopieren, stattdessen wurden Bree, Lynette, Gabrielle, Susan und Edie geschickt auf Österreichisch umgelegt. Zudem ist dafür die Besetzung einfach wunderbar getroffen.

Wer steckt hinter den „Vorstadtweibern“?

Die Macher sind ein Erfolgstrio aus Österreich: Regisseur Harald Sicheritz steht in Österreich für Qualität mit Erfolg. Er schuf legendäre Filme wie „Muttertag“ oder „Hinterholz 8“. Für das Drehbuch verantwortlich zeichnet sich Uli Brée, der die Drehbücher zu diversen „Tatort“-Folgen sowie „Vier Frauen und ein Todesfall“ oder „Paul Kemp“. Neben Sicheritz ist auch Sabine Derflinger als Regisseurin im Einsatz. Sie führte Regie bei Filmen wie „Tag und Nacht“ oder „Eine von 8“ sowie beim „Tatort“.

Was hat bis jetzt für Aufregung gesorgt?

Neben diversen Liebeleien und Seitensprüngen war es vor allem eine Affäre von Waltraud, die für Furore und Schlagzeilen gesorgt hat: Die verheiratete Ehefrau hat sich einen minderjährigen Lover geangelt, was manchen Zuschauern sauer aufgestoßen hat. Doch genau solche öffentliche Debatten zeichneten auch in der Vergangenheit erfolgreiche Serien aus, wie etwa einst „Ein echter Wiener geht nicht unter“ oder „Kottan ermittelt“.

Was sind die Schwächen der Serie?

Wirkliche Schwächen dürfte es nicht geben, sonst wäre die Serie nicht so erfolgreich. Dennoch könnte man das klischeehafte Frauenbild bekritteln, das hier dargestellt wird, denn Frauen sind einfach nicht immer von ihren Männern abhängig und beschäftigen sich durchaus auch mit anderen Dingen abseits von Shoppen, Kleidung, Frisuren, Männern und Lästereien. Dabei ist es vielleicht ein wenig schade, dass die Drehbücher zu dieser Frauenserie aus der Feder eines Mannes stammen. Auch als kleiner Kritikpunkt könnte man hier die Männerrollen anführen, die in den „Vorstadtweibern“ als nicht mehr als Geld- und Sex-getriebene farblose Idioten dargestellt werden.

Kommentare

Juliane

Das ist die dämlichste Serie, die derzeit gesendet wird - mit den unsympathischsten Schauspielern.

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