Pyeongchang von

Was die Olympia-
Athleten essen

Die Ernährung als wichtige Vorstufe zum Erfolg

Olympia 2018 © Bild: APA/EXPA/JOHANN GRODER

Die Athleten haben hart für Olympia 2018 trainiert. Ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Erfolg ist dabei nicht nur das Muskeltraining, sondern auch die Ernährung. Was den Spitzensportlern in Pyeongchang auf die Teller kommt.

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Leistungssportler müssen während der Wettkampfzeit ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten. Postings wie jene der US-amerikanischen Snowboarderin und Goldmedaillen-Gewinnerin Chloe Kim über Eiscreme und mexikanische Churros (krapfenartiges Gebäck) sind da wohl eher eine Seltenheit. Allerdings muss sich die 17 Jahre junge Athletin nach dem Sieg nicht mehr an den strengen Diätplan halten.

Wer wie viele Kalorien zu sich nimmt

Für alle anderen Sportler heißt es weiterhin genau darauf zu achten, was sie täglich und vor allem kurz vor den Wettkämpfen zu sich nehmen. Denn nur weil die Athleten viele Kalorien verbrennen, dürfen sie noch lange nicht alles essen. Ausdauersportler dürfen beispielsweise bei Kohlenhydraten wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln zuschlagen. Kraftsportler benötigen dagegen mehr Eiweiß wie es in Fleisch- und Fischgerichten oder Milchprodukten enthalten ist.

Auch für Spitzensportler gibt es eine genau definierte Kalorientabelle - abhängig von der jeweiligen Sportart: So nimmt laut Vertretern des Olympischen Komitees der Vereinigten Staaten ein Skispringer nur rund 1.300 bis 2.500 Kalorien zu sich, während ein Langläufer einen Bedarf von 4.000 bis 7.000 Kalorien hat, wie die Nachrichtenseite "Vox.com" berichtet. Auf dem Teller mancher Athleten landen daher hauptsächlich Gemüse, wenig Fleisch und Beilagen wie Kichererbsen und Quinoa. Andere wiederum dürfen sogar ein mit Fleisch gefülltes Burgerbrötchen und Kartoffeln essen. Dazu gibt es als Getränk meist Wasser.

Quelle: Vox.com/USOC

Schlemmen ist also je nach Athlet nur in Maßen gestattet. US-Skirennläuferin Lindsey Vonn verriet in dem Buch "Das Athleten-Kochbuch", dass sie am Abend vor einem Rennen gerne Lachs mit Reis und Gemüse isst. Direkt vor dem Rennen setze sie auf Eier.

Goldmedaillengewinner Marcel Hirscher achtet in der Saison ebenfalls auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung, wie er in einem "Raiffeisen"-Interview im Februar 2017 verriet. Am liebsten in den Tag starte er mit Eiern, Müsli und Tee.

Marcel Hirscher gewinnt Gold in Pyeongchang.
© APA/HANS KLAUS TECHT

Bernadette Schild hat jüngst verraten, dass sie nicht im Olympische Dorf wohnt, sondern extern und daher von ihrer Mama bekocht wird. "Für mich ist es auch wichtig, eine gewohnte Küche zu haben. Ich bin da relativ empfindlich. In Sotschi hat das nicht so funktioniert und aus Fehlern muss man lernen", sagte Schild gegenüber der APA. "Es ist ja nicht weit weg, ich bin in zwei Minuten da. Es ist gleich neben dem Österreich-Haus.

Österreichs Eisschnellläuferin Vanessa Herzog postete zuletzt auf Facebook Bilder aus dem Olympischen Dorf, darunter auch ein Foto vom Essen. Sie lässt sich von den dortigen Köchen verwöhnen.

Die Eiskunstläuferin Miriam Ziegler dürfte laut Tabelle immerhin bis zu 3.000 Kalorien pro Tag verzehren. Dass sie sich außerhalb der Saison auch einmal eine weniger kalorienarme Speise gönnt, beweist dieses Instagram-Foto.

Der Nordische Kombinierer Mario Seidl startet gerne mit einem Müsli in den Tag, wie er auf seinem Account postete. Das wäre auch zu Olympia-Zeiten drinnen.

Als Skirennläuferin hat Anna Veith einen Bedarf von bis zu 4.000 Kalorien zu decken.

Skispringer wie Gregor Schlierenzauer müssen trotz hartem Training vor allem in den Wettkampfphasen besonders auf ihr Gewicht und die Ernährung achten, maximal 2.500 Kalorien sind erlaubt - zum Vergleich: Die durchschnittliche Höhe der Energiezufuhr eines Mannes zwischen 25 bis unter 51 Jahren liegt pro Tag bei rund 2.300 Kalorien.