Ski-Zirkus von

Österreich hofft auf
Heimsieg in Kitzbühel

Ski-Zirkus - Österreich hofft auf
Heimsieg in Kitzbühel © Bild: APA/Hochmuth

Zur Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel am heutigen Samstag scheint der Favoritenkreis so groß wie nie die Jahre zuvor. So hoffen die Österreicher auf den ersten Heimsieg seit 2014. Nicht verpassen: Der Live-Blog zum Renn-Wochenende in Kitzbühel!

Vor sechs Jahren schwang Hannes Reichelt trotz massiver Rückenschmerzen, die sich als Bandscheibenvorfall herausstellen sollten, als Schnellster im Zielraum ab. Die Bestzeit konnte ihm niemand mehr abjagen. Dieses Jahr soll in Kitzbühel wieder die österreichische Bundeshymne ertönen, wobei Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher dem Duo Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr die größten Chancen zurechnet.

»Wir gehören mit zwei Leuten zu den Favoriten«

"Ich glaube, dass wir mit zwei Leuten zu den Favoriten gehören, die Burschen kennen die Strecke und sind hier schon schnell Ski gefahren. Es ist möglich", betonte Puelacher. Mayer war in Wengen als Vierter knapp am Stockerl dran. "Es fehlen meistens nur zwei Hundertstel, sieben Hundertstel oder ein Zehntel auf einen Podestplatz, auf einen zweiten Platz oder sonstiges. Von dem her weiß man, dass man gut dabei ist", meinte der Doppel-Olympiasieger, der am Freitag im Super-G hinter dem Norweger Kjetil Jansrud auf dem zweiten Platz landete.

Kriechmayr dagegen haderte zuletzt mit seinen Leistungen. "Natürlich wurmt mich das", gab der Oberösterreicher nach Platz acht in Wengen und zehn in Bormio zu. "Wir haben uns natürlich vor der Saison andere Ziele gesteckt. Wir wollten um den Abfahrtsweltcup mitfahren, die letzte Kugel vom Klaus ist doch schon eine Zeit her." Der von ihm angesprochene Klaus Kröll holte 2012 den Weltcup.

Das Kitzbühel-Wochenende im Live-Blog

Der Top-Favorit ist ausgefallen

Dominiert wurde das Rennen um die Downhill-Kugel in dieser Saison von Beat Feuz und Dominik Paris. Der erlitt jedoch am Dienstag beim Super-G-Training in Kirchberg einen Riss des Kreuzbandes und fällt für die übrige Saison aus. Mayer liegt in der Wertung auf Platz vier, Kriechmayr ist Sechster. Klammert man den ebenfalls mit Kreuzbandriss fehlenden Reichelt (18.) aus, findet sich kein weiterer Österreicher in den Top 20.

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Der Südtiroler Paris hat die Kitzbühel-Abfahrt 2013, 2017 und 2019 gewonnen. Seine Abwesenheit bietet unter anderem seinem Konkurrenten Feuz die Möglichkeit, nach neun erfolglosen Anläufen seinen ersten Kitz-Sieg einzuheimsen. "Es ist sicher schön, und die Wertschätzung ist logisch", sagte der Schweizer zu dem merkbar gestiegenen Rummel um seine Person, mit der er in Kitzbühel konfrontiert ist. "Ich bin es aber eh gewohnt von Wengen." Feuz war im Geburtsort des Ski-Weltcups bereits dreimal Zweiter.