OeBS-Skandal von

Gelddruck-Affäre ufert aus

Strafverfahren gegen Aufsichtsräte, auch gegen Nationalbank-Chef Nowotny

OeBS-Skandal - Gelddruck-Affäre ufert aus © Bild: APA/Pfarrhofer

Im mutmaßlichen Korruptionsskandal um die Nationalbanktochter Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck (OeBS) hat die Justiz spektakuläre Schritte ergriffen. Wie die Notenbank mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft gegen die Kapitalvertreter des Aufsichtsrats ihrer Tochter OeBS aus formellen Gründen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Kenntnis von Bestechung ausländischer Amtsträger im Zuge der Akquisition von Banknotendruckaufträgen eingeleitet.

Ermittelt wird gegen den gesamten jetzigen und einstigen Aufsichtsrat der OeBS. Das allein sind laut der Tageszeitung "Standard" 12 Personen. Dem Aufsichtsrat der Notenbanktochter gehören auch Gouverneur Ewald Nowotny, Vize-Gouverneur Wolfgang Duchatczek sowie Peter Zöllner an. Unter den einstigen Aufsichtsräten sei auch Ex-Notenbank-Gouverneur Klaus Liebscher.

Auch der einstige Chef der Münze Österreich, Kurt Meyer, sei darunter. Meyer war von Herbst 2004 bis Sommer 2005, als die Druckerei in einer Krise steckte, Geschäftsführer der OeBS und wird Medienberichten zufolge von einigen Beschuldigten belastet. Auch in der Münze waren laut "Standard" Provisionszahlungen üblich. Es gilt für alle Genannten die Unschuldsvermutung.

Noch keine Einvernahmen
Laut "WirtschaftsBlatt" werden in der mutmaßlichen OeBS-Korruptionsaffäre mittlerweile mehr als 20 Personen als Beschuldigte geführt. Ermittelt wird den Medienberichten zufolge wegen des Verdachts der Beihilfe zur Bestechung ausländischer Amtsträger, der Beihilfe zur Abgaben-Hinterziehung und der "kriminellen Vereinigung". Fraglich sei, in wie weit jedem einzelnen Aufsichtsrat eine strafrechtliche Mitverantwortung an den Vorkommnissen angelastet werden könne. Einvernahmen der sechs amtierenden Aufsichtsräte seien noch nicht erfolgt.

Der OeNB-Aufsichtsrat wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in der Mitteilung entschieden zurück. Die Nationalbank legte Wert auf die Feststellung, dass der Aufsichtsrat sofort nach Vorliegen der ersten Verdachtsmomente auf Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsgebarung reagiert habe. Der Staatsanwaltschaft wurde zugleich volle Kooperation zugesichert.

Kommentare

melden

Warum ..... ? Regt mich das nicht mehr auf ???
Ich habe von dem ganzen Mafiapack die Schnaunze voll.
Regierung, Politiker, Manager, Konzerne...etc....

Es ist absehbar, wann sich das Volk einmal "räuspern" wird, dann ist "Revolution" angesagt!
Wir werden es noch erleben !

keinbrauner melden

Re: Warum ..... ? Wie kann das sein ? Das sind doch allles die Leistungsträger, die man das Geld vorn und hinten reinschieben muß. Ohne dieses Ges... würde doch der Staat auf keinen Fall funktionieren.

melden

Re: Warum ..... ? Leider regt sich das Volk nicht.
Offensichtlich geht es allen noch zu gut. Und außerdem sind die meisten
Bürger selber irgendwie verstrickt oder Nutznießer.

melden

Re: Warum ..... ? Ich denke nur an den deutsch. exMinister Möllemann.
In einer seiner letzen Diskussionsrunden hat der gute Mann das Szenario rund um das Mittelmeer vor einigen Jahren schon vorausgesagt!

So wie es jetzt bei uns und in Europa abgeht, ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht ereicht. Ich warte nur mehr darauf, das es einmal ans Eingemachte geht.
Schaut einmal nach Griechenland, Spanien und Portugal !
Da geht bald die Luzi ab, jede Wette... der Euro und die korr. Knaben von den Banken, Regierungen und Schlüsselindustrie werden große Augen machen und lange Hälse kriegen!

Es wird nicht jetzt, heute oder morgen passieren, aber es wird passieren... lange kann es nicht mehr dauern! Wenn ich diese These mit Möllemann vergleiche... 5 - 6 Jahre ....

OeBS wo fängt der Fisch zu stinken an ?

melden

Hochbezahlte Aufsichträte Die werden natürlich wieder nicht wissen, sich an nichts erinnern und für nicht verantwortlich sein. Aber dann zahlen sie die Einkommen die aus diesen Tätigkeit lukriert haben besser heute als morgen zurück.

Rollerfahrer melden

Re: Hochbezahlte Aufsichträte das werden wir von den Gierhälsen nie erleben.

Seite 1 von 1