"Occupy Wall Street" von

Auch Austro-Demos

"Globaler Protesttag" auch in Österreich - Kundgebungen in Wien, Linz, Graz, Innsbruck und Salzburg

"Occupy Wall Street" - Auch Austro-Demos © Bild: APA/Pfarrhofer

Am "globalen Protesttag" gegen die Macht der Banken und einen schrankenlosen Kapitalismus hat es auch in Österreich Protestaktionen gegeben. Es gab Kundgebungen in mehreren größeren Städten wie Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz und Linz. In Wien nahmen am Nachmittag an einer "Vordemonstration" auf dem Heldenplatz zunächst rund 100 Leute teil. Später meldete die Polizei rund 1.400 Teilnehmer.

Diese marschierten laut Polizei vom Westbahnhof zum Ballhausplatz in der City. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Dem Protestaufruf folgten vor allem junge Leute, viele von ihnen hatten sich mit "Anonymous"-Masken ausgerüstet und schwenkten systemkritische Transparente. In Reden bei der Abschlusskundgebung ab 19.00 Uhr konnte sich jeder der Teilnehmer seinen Ärger von der Seele reden.

Salzburg
In der Stadt Salzburg folgten am Samstagvormittag rund 200 Aktivisten dem Aufruf von "Occupy Salzburg" zum globalen Protesttag gegen soziale Ungerechtigkeit und Börsenspekulationen. Über Lautsprecher und mit Transparenten, auf denen "Für eine gerechte Zukunft" und "Die Krise ist der Kapitalismus" stand, machten sie ihren Ärger über den "Systemfehler" kund.

Innsbruck
In Innsbruck beteiligten sich das globalisierungskritische Netzwerk Attac und der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) Tirol mit einer gemeinsamen Aktion an den weltweiten Protesten. Unter anderem wurden an die 5.000 Flyer in ganz Innsbruck verteilt und Überzeugungsarbeit in der Innenstadt für eine Vermögenssteuer geleistet, so die ÖGB gegenüber der APA. An der Innbrücke wurde zudem ein Transparent mit dem Slogan "Überfluss besteuern" montiert. Laut Polizei kam es dabei zu keinen Zwischenfällen.

Graz
In Graz trug die "Plattform 25" die Organisation für den "Tag der Empörung" am Samstag: Auf Plätzen und Brücken in der Innenstadt gab es verschiedene Aktionen wie "Brückenstricken", die sich zum Abend hin verdichten sollten, mit dem Höhepunkt um 18.30 Uhr am Mariahilferplatz, wenn der frühere französische Resistance-Angehörige Stephane Hessel - Autor der Streitschrift "Empört Euch!" - eine Rede halten soll.