Übernahme-Poker von

Lauda: "Ich habe mein
Angebot abgegeben"

Bis 29. Dezember entscheidet sich, ob Lauda den Zuschlag für Niki bekommt

Niki Lauda © Bild: APA/BARBARA GINDL

Niki Lauda hat heute sein Angebot für die Übernahme der von ihm gegründeten und vor Kurzem in die Insolvenz geschickte Airline Niki, wie er News gegenüber bestätigt. Zu den Details des Angebots könne er nichts sagen, da Stillschweigen vereinbart worden sei.

„Jetzt heißt es einmal abwarten, dann geht es Schritt für Schritt weiter“, sagt Lauda. Deshalb wolle er auch seine Pläne mit der Airline, sollte er den Zuschlag bekommen, nicht kommentieren. Das es ihm ernst ist, ist aber unbestritten: Erst Anfang dieser Woche hat er sich auch mit dem neuen Infrastrukturminister Nobert Hofer getroffen, um sich dessen Unterstützung bei seinen Übernahmepläne zu sichern.

Die Entscheidung, ob Lauda den Zuschlag bekommt, fällt voraussichtlich am 29. Dezember. Denn bis dahin will der deutsche Masseverwalter Lucas Flöther, die Angebote geprüft haben. Neben Lauda sollen noch zwei weitere Mitbieter im Rennen um Niki sein: Der Boss der PivatAir Thomas Limberger, der die Übernahme über seine Investmentfirma SilverArrow Capital finanzieren will. Mit dabei ist auch die zum Reisekonzern Thomas Cook gehörende Airline Condor. Diese war ursprünglich – beim ersten Übernahmeversuch, den die Lufthansa für sich entschied – mit Lauda in einer Bietergemeinschaft gewesen. Die Lufthansa hatte jedoch wegen drohender strenger Auflagen der EU, den Niki-Kauf wieder abgeblasen – was in der Konsequenz zur Insolvenz von Niki führte.

Keine Angebote von Zeitfracht/Nayak und Ryanair

Der Billigflieger Ryanair hat entgegen einer früheren Ankündigung doch kein Gebot für die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki abgegeben. "Leider gab es nicht genug Klarheit über die Vermietung von Lufthansa-Flugzeugen an Niki, das konnten wir nicht rechtzeitig lösen", teilte das Unternehmen zur Begründung am Donnerstag mit.

Unterdessen will im Poker um Niki die Bietergemeinschaft Zeitfracht/Nayak nun doch kein eigenes Angebot vorlegen. Das Konsortium des Logistikers und der Wartungsfirma strebe aber Kooperationen mit möglichen Käufern an, sagte ein Sprecher am Donnerstag, ohne Details zu nennen.

Niki
© APA/ Martin Hirsch

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