Nation Branding von

"Marke Österreich"

Wirtschaftsministerium bastelt am heimischen Image

Nation Branding - "Marke Österreich" © Bild: APA

Die Arbeit an der "Marke Österreich" hat begonnen. Bei der Regierungsklausur am Semmering im Frühling des Jahres war eine verstärkte Kommunikation des Österreich-Images beschlossen worden, nun macht sich das Wirtschaftsministerium als zuständiges Ressort ans "Nation Branding".

Bis 2013 soll eine entsprechende Strategie stehen. Es gehe jedenfalls um weit mehr als ein Logo oder eine Marketingkampagne, versichert die Sprecherin von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner: "Es geht um das große Image Österreichs - nach innen und nach außen."

Derzeit ist man dabei, die Phase der "Positionsbestimmung" abzuschließen, heißt es. So hat sich Österreich heuer bei einer Untersuchung namens "Nation Brand Index" abtesten lassen. Ergebnis: Die Alpenrepublik landete auf Platz 13, Länder wie Deutschland oder Schweden platzierten sich davor. Wobei der 13. Rang" gemessen an der Größe des Landes weit vorne ist", wie Mitterlehners Sprecherin betont. Weiters ist eine Umfrage über das "Selbstbild der Österreicher" in Vorbereitung.

Image ist alles
Im ersten Schritt soll dann der "Markenkern Österreichs" definiert werden. Um "die Stärken dieser Marke zu erfassen", würden auch "alle relevanten Stakeholder eingeladen", kündigt das Ministerium an. Es folgt die Erarbeitung der Umsetzungsstrategie und schließlich will man auch prüfen, wie der Internet-Auftritt Österreichs optimiert werden kann.

Eine Arbeitsgruppe auf Ministeriumsebene wurde bereits etabliert, auch eine erste Beratung von einem Experten in Sachen Nation Branding - der auch für den oben genannten Index verantwortlich zeichnet - namens Simon Anhalt gab es. Derzeit in Arbeit sei eine Ausschreibung durch die Bundesbeschaffungsgesellschaft für die begleitende Beratung. Die Kosten des Gesamtprojekts beziffert das Ministerium mit 740.000 Euro für zwei Jahre.

Boom des Nation Brandings
Österreich ist nicht das erste Land, dass sich dem Thema Branding widmet. Als positive Vorbilder werden etwa die Schweiz, Schweden, Finnland oder Südkorea genannt. Klar sei aber auch, dass bestehende Marken nicht einfach abgeschafft werden. Jene der Österreich Werbung etwa oder der Außenwirtschaft seien "stark eingeführt" und würden im kommenden Prozess mitberücksichtigt, versichert das Wirtschaftsressort.

Kommentare

wie immer wahrscheinlich sisi, apfelstrudel und schuachplattla

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