KTM denkt Abbau von bis zu 200.000 Stellen
an: Pierer plädiert für Kurzarbeitzeitmodelle

FORMAT: 15- bis 20-prozentiger Kapazitätsrückgang Bereits im November Entlassung von 60 Mitarbeitern

KTM denkt Abbau von bis zu 200.000 Stellen
an: Pierer plädiert für Kurzarbeitzeitmodelle © Bild: APA/EPA/Della Valle

Der Chef der oberösterreichischen Motorradschmiede KTM, Stefan Pierer, warnt im Vorfeld des Auto-Krisengipfels in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin FORMAT, dass fünf bis zehn Prozent aller Arbeitnehmer in Österreich wegen dem Wirtschaftsabschwung abgebaut werden könnten.

"200.000 Menschen könnten gekündigt werden", so Pierer. Er plädiert daher, Kurzarbeitszeitmodelle zu erweitern, um kurzfristige Arbeitslosigkeit zu verhindern. "Die Industrie muss ihre Überkapazitäten rasch abbauen. Jeder muss aber aufpassen, sich nicht zu amputieren, denn irgendwann geht es wieder nach oben, und dann brauchen wir die Leute erneut", sagt Pierer.

15 bis 20 Prozent Kapazitätsrückgang
Für KTM rechnet Pierer mit 15 bis 20 Prozent Kapazitätsrückgang. Derzeit verkaufe sich auch das neue Sportwagenmodell X-Bow eher mäßig. Das Unternehmen musste sich daher im November bereits von 60 Mitarbeiter trennen. Weitere personelle Maßnahmen könnten noch folgen. "Auch wir müssen uns den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen und eventuell auf Kurzarbeitsmodelle zurückgreifen", so Pierer gegenüber FORMAT. Wieviele Mitarbeiter betroffen sind, wollte er nicht sagen.