Hypo-Klage von

29,4 Millionen Schaden

Wegen Aktiendeals und dubioser Geschäfte wird deutscher Unternehmer verklagt

Hypo-Klage - 29,4 Millionen Schaden © Bild: APA/Gindl

Die schwer angeschlagene Kärntner Hypo zieht vor Gericht. Wegen fauler Aktiendeals und anderer dubioser Geschäfte aus dem Jahr 2008 ist unter den Beschuldigten auch der deutsche Vorzeigeunternehmer Lard Windhorst. Die Hypo hatte umfangreiche Aktienpakete für den Unternehmer gekauft und blieb drauf sitzen. Der Schaden soll sich auf 29,4 Millionen Euro belaufen. In Deutschland musste Windhorst wegen einer ähnlichen Klage durch die NordLB bereits Schadensersatz zahlen.

Die Kärntner Bank äußert laut dem Zeitungsbericht den Verdacht, bewusst getäuscht worden zu sein. In der Anzeige gegen insgesamt vier Personen sei vom Verdacht auf schweren Betrug und Untreue die Rede. Windhorst und die anderen Beschuldigten weisen die Vorwürfe laut dem Bericht zurück.

Hintergrund der jetzigen Anzeige ist der Versuch der Hypo aus dem Jahr 2007, ein substanzielles Geschäft als Aktienhändler aufzubauen, schreibt die Zeitung. Zu diesem Zweck habe man die Firma RRS rund um Rene Riefler an Bord geholt, die sich um die Kundenvermittlung kümmern sollte. In der Folge beschränkte man sich nicht auf den Handel mit Wertpapieren, sondern führte auch sogenannte Warehousing-Geschäfte durch, bei denen Aktienpakete aufgebaut und erst später an den Kunden weiterverkauft wurden.

Bei solchen Geschäften bestehe das Risiko, dass der Kunde am Ende des Tages die Aktien nicht übernimmt und die Bank darauf sitzen bleibt. Und genau das sei der Sachverhaltsdarstellung zufolge der Hypo mit der deutschen Firma Vatas passiert, bei der Windhorst Geschäftsführer war. Mit in die Sache involviert soll auch die Vatas-Muttergesellschaft Sapinda und dessen Chef Robert Hersov sowie ein Ex-Angestellter der Hypo sein. Bei den Aktien-Geschäften ging es um Aktien der Curanum AG, Balda AG und Freenet AG.

Windhorst hatte schon als 16-Jähriger ein Unternehmen gegründet. In den 90er Jahren erregte er Aufsehen, als er den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) auf einer Asienreise begleitete. Als Unternehmer war der heute 35-jährige Windhorst in den darauffolgenden Jahren jedoch wenig erfolgreich. Schon 2004 musste er Insolvenz anmelden. Im Februar 2010 hatte die deutsche NordLB in einem Rechtsstreit mit Windhorst Schadenersatz zugesprochen bekommen.

Kommentare

Hypo als Aktienhändler Es glaubt wohl jeder Idiot sich am Aktienmarkt tummeln zu können - und Hypo Manager die sowas entschieden haben handelten fahrlässig bis vorsetzlich. Aber hinterher den Steuerzahler anpumpen. Wann werden sie alle dafür bezahlen?

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