Faymann fordert Ablöse von Michaelis: Nach AUA-Turbulenzen "nicht der Richtige"

"Wünsche mir eine neue Person an der ÖIAG-Spitze" PLUS: Bundeskanzler kündigte künftig Sparbudget an

Faymann fordert Ablöse von Michaelis: Nach AUA-Turbulenzen "nicht der Richtige" © Bild: APA/Schlager

Bundeskanzler Werner Faymann hat sich für eine Ablöse des glücklosen Chefs der Verstaatlichten-Holding ÖIAG, Peter Michaelis, ausgesprochen. "Meine persönliche, private Meinung ist, dass jemand, der bei Post und Telekom nicht in der Lage war, ein Zukunftskonzept zu erarbeiten, und der beim AUA-Debakel so lange zugeschaut hat, in Zeiten wie diesen für die ÖIAG-Zukunft nicht der Richtige ist", sagte Faymann.

Der Kanzler sagte, dass Finanzminister Josef Pröll die Entscheidung über die Zukunft des Chefs der Verstaatlichten-Holding zustehe. "Aber ich würde mir eine neue Person an der ÖIAG-Spitze wünschen."

Im Kreuzfeuer der Kritik
Der von der schwarz-blauen Regierung bestellte frühere Mannesmann-Spitzenmanager Michaelis war in den vergangenen Monaten wegen der massiven Jobabbaupläne bei Telekom Austria und Post sowie wegen der missglückten AUA-Sanierung und -Privatisierung ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Anfang Februar kündigte Michaelis an, sein Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender bei der AUA, die vom deutschen Konkurrenten Lufthansa übernommen werden soll, bis Mitte des Jahres zurücklegen zu wollen. Sein Mandat als ÖIAG-Alleinvorstand endet aber erst am 30. Juni 2011.

Sparbudget
Zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage sagte Faymann, er sehe "ganz klar, dass unser Konjunkturpaket zu greifen beginnt". Zugleich kündigte er ein Sparbudget an. "Es wird jedes Ressort bis auf die Sicherheit, wo wir 1.000 Polizisten mehr versprochen haben, deutlich sparen müssen.

(apa/red)