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Steuertricks mit Aktien:
So groß ist der Schaden

Europa - Steuertricks mit Aktien:
So groß ist der Schaden © Bild: iStockphoto.com

Eine internationale Recherchekooperation deckt ein neues Ausmaß des Skandals um Rückerstattungen bei Dividendensteuern auf.

Europa ist viel stärker als bisher bekannt von Geschäften betroffen, bei denen Banker und andere involvierte Personen systematisch Steuerauszahlungen durch bestimmte Aktiengeschäfte herbeigeführt haben. Vorsichtig kalkuliert beläuft sich das Volumen in Europa von 2001 bis 2016 auf mindestens 55,2 Milliarden Euro.

Das hat eine gemeinsame Recherche von 19 Medienpartnern aus zwölf Ländern unter Leitung des Recherchezentrums Correctiv ergeben. In Österreich war die Plattform "Addendum" beteiligt, die gemeinsam mit "News" über die Ergebnisse berichtet. Das Projekt trägt den Title "CumEx Files".

Geschäfte gehen nach wie vor weiter

Im Rahmen des Projekts wurden mehr als 180.000 Seiten vertraulicher Akten sowie Unterlagen parlamentarischer Untersuchungsausschüsse, interne Gutachten von Banken und Kanzleien, Kundenkarteien, Handelsbücher und E-Mails ausgewertet. Interviews mit Insidern und Kronzeugen sowie verdeckte Recherchen in der Finanzindustrie belegen zudem, dass die Geschäfte bis heute weitergehen.

Bei den beschriebenen Geschäften handelt sich unter anderem um sogenannte "Cum-Cum"- und "Cum-Ex"-Deals. Letztere sind in Bezug auf Österreich besonders interessant. Wie die Recherchen zeigen, war Österreich viel stärker betroffen, als bisher bekannt.

News berichtet in seiner morgen erscheinenden Ausgabe ausführlich über das Projekt.

Addendum veröffentlicht seine Berichte unter www.addendum.org
Die gesammelten internationalen Recherchen findet man unter www.cumex-files.com