Zukunftsorientiert

Der digitale Goldschmied

Die Devise lautet: "Wer Gutes bewahren will, muss manches verändern"

Ein Goldschmied bearbeitet Ringe © Bild: iStockphoto.com

"Wer Gutes bewahren will, muss manches verändern", dies gilt insbesondere für den digitalen Wandel. Eindrucksvoll zeigt dies die Goldschmiede Pfötscher aus Innsbruck, die seit Generation wertvollen Schmuck fertigt. Neben Hammer, Feile und Gravierer setzt das Unternehmen nun auch einen 3-D-Drucker ein.

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Peter Pfötscher erzählt über die Vorteile dieser Technologie: "Wir können heute Modelle, Ideen und Kreationen umsetzen, die früher mit reiner Handarbeit gar nicht möglich waren. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit hat sich damit verlagert: Vom handwerklichen Tun hin zum Gestalten und Kreieren von Schmuckstücken." Der 3-D-Drucker erzeugt Prototypen für einzelne Schmuckstücke wie z.B. Ringe, und zwar in kürzester Zeit, bevor sie gegossen werden. Damit sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

© Video: WKO

Kurz vor der Pensionierung sagt Pfötscher: "Ich habe keine Idee aufzuhören, meine Arbeitsmotivation ist so, als ob ich 30 Jahre jünger wäre, so viel Freude macht es jetzt, wieder zu arbeiten und Neues auszuprobieren." In neue Märkte zu neuen Kunden wird auch sein Sohn vorstoßen. Er wird die vielen Veränderungen, die sich noch auf dem Markt einstellen werden, mit neuer Energie in Geschäftschancen umsetzen. "Wir sind mit dabei", schließt Pfötscher.

»Wir sind mit dabei.«

Auch im Forum Goldschmiede wird zusätzlich zu klassischen Ausbildungskursen das computerunterstützte Designen und Kreieren mit Hilfe von 3-D-Druckern unterrichtet. Hier legt Innungsmeister Wolfgang Hufnagl Wert auf zukunftsorientierte meisterliche Ausbildung.

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