Arbeitskampf bei KiK vorbei: Gewerkschaft und Textildiskonter sind sich vorläufig einig

Betriebsratswahl muss jetzt wiederholt werden Entlassener "Rebell" Fillei wurde wieder eingestellt

Arbeitskampf bei KiK vorbei: Gewerkschaft und Textildiskonter sind sich vorläufig einig

Der Textildiskonter KiK und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus und Papier (GPA-DJP) haben nun offiziell Frieden geschlossen. KiK macht die Entlassung des Filialleiters Andreas Fillei rückgängig, die gescheiterte Betriebsratswahl wird noch einmal abgehalten, teilte die Gewerkschaft mit. Beschwerden von KiK-Angestellten sollen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe behandelt werden.

In einer Aussendung spricht GPA-DJP-Vorsitzender Wolfgang Katzian von einer "vorläufigen Lösung der angespannten Situation". Der Textildiskonter und die Gewerkschaft haben die endgültige Einigung am Mittwochabend erzielt. KiK nimmt die fristlose Entlassung von Fillei, der sich seit mehr als eineinhalb Jahren um die Wahl eines Betriebsrates bemüht hatte, zurück. Fillei wird ab Beginn der nächsten Woche wieder in einer KiK Filiale in Kärnten Dienst tun, sicherte KiK-Geschäftsführer Wolfgang Seebacher zu.

Darüber hinaus soll die gescheiterte Betriebsratswahl in der kommenden Woche neu ausgeschrieben werden. Im Juni wird gewählt. Die GPA-DJP akzeptiert für die neue Betriebsratswahl den bestehenden KIK-Wahlvorstand.

Wie berichtet war nach der Entlassung Filleis vom Wahlvorstand nur eine einzige Liste zugelassen worden, für die der Assistent der Geschäftsleitung kandidiert hatte. Die Liste Filleis war wegen eines Formfehlers ausgeschlossen worden.

Die Handelskette und die Gewerkschaft wollen künftig mögliche arbeitsrechtliche Probleme vor weiteren öffentlichen Auseinandersetzungen zuerst gemeinsam zu behandeln, so Katzian: "Die GPA-DJP ist zur vernünftigen Zusammenarbeit bereit, eine KiK-Task-force zur Besprechung der uns vorgebrachten Beschwerden von KiK-Angestellten sollte unmittelbar nach der nun hoffentlich friktionsfrei verlaufenden Betriebsratswahl eingerichtet werden." (apa/red)