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Videounterstütztes Ski-Training

Neues Programm ermöglicht sofortige Analyse nach Trainingslauf direkt auf der Piste

Videounterstütztes Ski-Training © Bild: Schladming 2030 GmbH

Hans Knauss, Armin Assinger sowie Thomas Sykora nutzten bereits bei Großveranstaltungen, wie z.B. den Olympischen Spielen in Sotchi oder diversen Ski-Weltmeisterschaften, ein Programm, um den Zusehern des ORF eine perfekte Analyse der Skirennen zu bieten. Dabei visualisierten sie die Technik, Linie oder Fehler der Athleten und sorgten so für eine Erklärung warum oder warum es nicht für eine Medaille gereicht hat. Auf der Reiteralm in der Region Schladming-Dachstein wird nun ein ähnliches Programm getestet. Dieses ermöglicht eine Videoanalyse direkt nach einem Trainingslauf.

Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts "Experimedia" entwickelte das niederländische Forschungsunternehmen TNO in Kooperation mit der Schladming 2030 GmbH das Programm "iCaCoT" (interactive Camera-based Coaching and Training). Dieses macht den Video Stream und die Analyse-Anwendungen direkt auf der Piste nutzbar. Fix installierte Kameras nehmen Abschnitte in den Fokus, die die Aufzeichnungen via Internet direkt an ein Tablet (z.B. iPad) oder Smartphone senden. Die auf dem Tablet installierte Applikation verfügt über eine große Auswahl an Analyseinstrumente, die Technik- oder Linienfehler auch für den Skiathleten sichtbar machen.

Videounterstütztes Ski-Training
© Schladming 2030 GmbH

Christian Höflehner, ehemaliger Trainer u.a. von Mario Matt und Marcel Hirscher, ist nun als sportlicher Koordinator und Trainer in der Neuen Mittelschule Schladming mit Skischwerpunkt tätig. Er beschreibt die Vorteile folgendermaßen: "Ein Video-Feedback zwischen zwei Trainingsläufen gibt dem Sportler die Möglichkeit, seine Bewegungsabläufe nicht nur aufgrund seines eigenen Bewegungsgefühls und den Anweisungen des Trainers zu korrigieren und zu verbessern. Es ermöglicht ihm auch, sehr zeitnah eine Außenansicht seines Bewegungsablaufs zu bekommen und unmittelbar beim nächsten Trainingslauf darauf zu reagieren. Nicht nur Weltklasseathleten bietet dies große Vorteile. Vor allem auch Nachwuchssportler, die sehr viel von visuellem Feedback profitieren, könnten durch ein derartiges Trainingsmittel sehr große Fortschritte machen."

Für Profi-Athleten und Nachwuchsläufer

Diese Applikation soll nicht nur Profi-Athleten ansprechen, sondern auch Nachwuchsläufern, Master-Fahrern und Hobby-Athleten die Möglichkeit eines professionellen Trainings bieten. Die Tests der neuen Innovation sollen mit Ende März abgeschlossen sein. Danach können die ersten Schritte in Richtung Marktreife gesetzt werden.

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