Susanne Pumper für zwei Jahre gesperrt:
NADA kennt nach EPO-Konsum keine Gnade

38-jährige Langstreckenläuferin gab positive Tests ab Auch Lisa Hütthaler und Martin Kraler erhalten Sperre

Susanne Pumper für zwei Jahre gesperrt:
NADA kennt nach EPO-Konsum keine Gnade © Bild: APA/EPA/Okten

An einem Marathon-Tag hat die Nationale österreichische Anti-Doping-Agentur NADA mehrere anstehende Doping-Fälle behandelt und drei Sperren ausgesprochen. Triathletin Lisa Hütthaler wurde ebenso wie die Leichtathletin Susanne Pumper wegen Dopings mit "Recombinant Erythropoietin" für jeweils zwei Jahre gesperrt, der Mountainbiker Martin Kraler (Stimulanzmittel "Cathin") für ein Jahr.

Ein weiterer Fall ist noch anhängig, alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Bei diesem "weiteren Fall" handelt es sich aber nicht um den kürzlich überführten Radprofi Bernhard Kohl. Dessen Prüfantrag liegt zwar seit vergangenen Freitag der NADA vor, der innerhalb von acht Wochen liegende Termin für die Anhörung bzw. Verhandlung ist aber - zumindest für die Öffentlichkeit - noch nicht bekannt. Um wen es sich beim zusätzlich anhängigen Fall handelt, durfte von der NADA vorerst nicht bekanntgegeben werden. Die dazugehörige Verhandlung wurde zur Aufnahme weiterer Beweise vertagt.

Auch in den Fällen von Pumper und Hütthaler muss das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Zumindest Pumper hat bereits mitgeteilt, dass sie das Urteil unmittelbar nach Zustellung der schriftlichen Fassung bei der Unabhängigen Schiedskommission anfechten wird.

Laut Pumper-Anwalt Clemens Grünzweig habe sich die Rechtskommission der NADA keineswegs ausreichend mit den umfangreichen und inhaltlichen Kritikpunkten an den EPO-Dopingbefunden des Labors Seibersdorf auseinandergesetzt, hieß es am Freitag.

Im Fall von Susanne Pumper kämpft man aber weiter. Man sei überzeugt, dass sich die Doping-Befunde bei unabhängiger fachlicher Überprüfung als falsch positiv herausstellen würden und die Unschuld von Pumper bewiesen werden kann, hieß es in einer Presseaussendung der 38-jährigen Niederösterreicherin.

(apa/red)