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ÖIAG firmiert nun als ÖBIB

Letzter ÖIAG-Vorstand Kemler vorerst Interims-Geschäftsführer bei ÖBIB

Rudolf Kemler © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Die ÖIAG ist nach ihrer letzten Hauptversammlung am Freitag Geschichte und firmiert nun als ÖBIB. Chef bleibt vorerst der bisherige ÖIAG-Vorstand Rudolf Kemler - als Interims-Geschäftsführer der die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH. Die letzte Dividende, die von der ÖIAG beschlossen wurde, beläuft sich auf 125 Mio. Euro.

Seit 2003 sind damit insgesamt 2,6 Mrd. Euro an Dividendenzahlungen geleistet worden, die direkt dem Haushaltsbudget der Republik Österreich zu Gute kamen, wurde in der wohl letzten Aussendung der ÖIAG (Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft) betont.

Rechtsform und Firmenname geändert

Neben der Gewinnausschüttung beschloss die HV heute vor allem die Umwandlung zur ÖBIB, die kommende Woche ins Firmenbuch eingetragen wird. Der Umwandlungsbeschluss basiert auf dem ÖBIB-Gesetz 2015. Die Rechtsform und der Firmennamen werden geändert, die Syndikatsverträge sind davon unberührt, wurde stets betont und heute erneuert. "Die Neuausrichtung bewirkt keine Änderung von bestehenden Vertragsverhältnissen und sonstigen Rechten und Pflichten, welche von der ÖBIB in der Rechtsform einer GmbH weitergeführt werden."

Casino-Anteil der Münze schon übergegangen

In der Aussendung hieß es auch, dass durch das ÖBIB-Gesetz 2015 die Anteilsrechte der Münze Österreich an der Casinos Austria AG auf die ÖBIB übertragen werden. Wert sind die Anteile laut zwei Gutachten zwischen 120 und 130 Mio. Euro. Die Anteilsrechte sind bereits an die ÖBIB übergegangen verlautete zur APA, in den kommenden Wochen werde auch die Finanzierung fixiert.

Neben dem Anteil an den Casinos Austria, die neu in der ÖBIB sind, behält diese alle bisherigen ÖIAG-Beteiligungen - vor allem die drei großen OMV (Syndikat mit IPIC), Telekom Austria (Syndikat mit America Movil) und Österreichische Post AG.

Die Funktion des Geschäftsführers wird nach Eintragung der ÖBIB ins Firmenbuch kommende Woche ausgeschrieben.

Staatsholding ÖBIB
© APA/Martin Hirsch

Kommentare

christian95 melden

Schon wieder ein neuer völlig sinnloser Verein der nur dazu dient Parteigünstlingen von SPÖ+ÖVP einen hochbezahlten Job zu bieten.
Zahlt ja ohnehin alles der Steuerzahler. (Darum haben wir ja auch eine der höchsten Steuerquoten weltweit)

christian95 melden

Auch in Kuba, China, Nordkorea, Irak oder Russland... entscheidet die Partei wer qualifiziert ist. Bei uns prüfen ebenfalls die Parteizentralen von SPÖ+ÖVP wer im Proporz von ihren Parteigünstlingen versorgt wird.

christian95 melden

Bei der tiefroten und schwer defizitären ÖBB darf weiterhin NUR die SPÖ alleine entscheiden. Sie verhält sich so als ob ihr die gesamte ÖBB gehören würde.

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