Generali Tennis Ladies: Sybille Bammer scheitert an topgesetzter Serbin Ivanovic

Bammer verliert klar nach 86 Minuten 4:6, 2:6 Keine Österreicherin im Linzer Turnier mehr am Start

Generali Tennis Ladies: Sybille Bammer scheitert an topgesetzter Serbin Ivanovic © Bild: APA/Rubra

Das Generali Ladies in Linz geht ab Freitag ohne österreichische Beteiligung über die Bühne. Nach Melanie Klaffner, Yvonne Meusburger und Tamira Paszek, die allesamt in Runde eins ausgeschieden waren, musste sich Sybille Bammer im Achtelfinale der Nummer 4 der Welt, Ana Ivanovic, nach 86 Minuten mit 4:6,2:6 geschlagen geben. Während Bammer schon demnächst zu ihrem letzten Saisonturnier nach Kanada aufbricht, trifft Ivanovic im Viertelfinale auf Flavia Pennetta.

Bammer, die in den vorangegangenen beiden Duellen einmal in drei Sätzen gewonnen, einmal in drei verloren hatte, hätte Ivanovic durchaus auch in Linz zumindest einen Satz abnehmen können. Im ersten Satz hatte die US-Open-Viertelfinalistin immerhin einen Breakball zum 5:3. Stattdessen glich die hübsche Serbin zum 4:4 aus und holte sich selbst im Anschluss den Aufschlag der Ottensheimerin.

Im zweiten Satz ging es noch etwas flotter. Ein frühes Break zum 2:1 sowie ein weiteres zum 5:2 besiegelte das Schicksal von Österreichs Nummer 1. Mit einem Ass verwertete Ivanovic schließlich ihren ersten Matchball zum Aufstieg in die Runde der letzten Acht.

Gleich in der Defensive
"Ich habe heute einfach schlecht aufgeschlagen, musste kämpfen, dass ich meinen Aufschlag durchbringe", haderte Bammer mit ihrer Leistung. "Ich war immer gleich ein bisserl in der Defensive." Außerdem habe Ivanovic im Vergleich zu den beiden anderen Duellen auch etwas umgestellt. "Ich habe die letzten beiden Male sicher besser gespielt, sie hat diesmal öfters den Rückhand longline eingesetzt und ist auch öfters ans Netz nachgegangen", analysierte die Oberösterreicherin.

Ivanovic zufrieden
Ihre Bezwingerin sah die Matchbilanz naturgemäß ganz anders: "Ich bin sehr glücklich wie ich heute gespielt habe. Sie ist ein schwieriger Gegner und bringt viel zurück. Ein Sieg in zwei Sätzen ist da schon sehr gut und ich habe heute auch sehr gut serviert", war Ivanovic zufrieden. Am Beginn sei es ein bisschen hin und her gegangen. "Bei 4:3 habe ich dann realisiert, dass ich mehr in den Ball hineingehen muss und mehr Druck auf sie ausüben muss. Wenn ich hinten geblieben wäre, hätte ich mir die Punkte viel schwerer erarbeiten müssen."

Bammer weiter nach Kanada
Während Ivanovic nun im Viertelfinale erstmals auf Pennetta trifft, kann Bammer schon eine Saisonbilanz ziehen. Auch wenn kommende Woche in Quebec noch ein letztes Turnier auf dem Plan steht. Bammer ist mit ihrer Saison hochzufrieden, zumal sie ja immer wieder durch gesundheitliche Probleme zurückgeworfen wurde. Auch die Sorgen um ihren erkrankten Vater haben ihr viel Kraft gekostet. "Die gesamte Saison finde ich eigentlich sensationell. Dass ich trotz all der Schwierigkeiten das Jahr in den Top 25 abschließen kann, ist eigentlich ein Wahnsinn", freute sich Bammer, die ähnlich wie Tamira Paszek vor allem in der ersten Jahreshälfte immer wieder Schwierigkeiten mit der Fitness hatte.

"So kann ich im ersten halben Jahr locker drauflosspielen", meint die Tennis-Mama, die 2009 mit den Turnieren in Brisbane, Sydney und die Australian Open in Melbourne beginnt. Den Rest des Turnierplans wird sie erst Mitte November entscheiden. Nach dem nächstwöchigen Trip nach Quebec steht für Bammer ein einwöchiger Urlaub auf Jamaika an, wo sie nur mit ihrem Lebensgefährten Christoph ausspannen wird. Ihr Ziel für 2009: "Ich möchte auf jeden Fall zurück in die Top 20, mal schauen, ob mir das gelingt." (apa/red)