Frank Stronach von

Die Geld-Tricks des Neo-Politikers

Fairness, Wahrheit und Transparenz auf dem Prüfstand

Frank Stronach - Die Geld-Tricks des Neo-Politikers © Bild: Ricardo Herrgott/News

Sein Name steht für Geld, Erfolg, Entschlossenheit, unkonventionelle Auftritte – und einen lustigen Dialekt: Frank Stronach. Der Selfmade-Milliardär wird am 6. September 80 Jahre alt. Zu diesem besonderen Geburtstag schenkt sich Stronach eine neue Karriere als Politiker. Als höchste Werte seiner politischen Bewegung wirft Stronach Fairness, Wahrheit und Transparenz in die Waagschale. An diesen Werten muss sich Stronach nun auch selbst messen lassen. Und bei genauerer Analyse stößt man bei seinen Engagements auf Geld-Tricks, die es in sich haben...

Der Steuerzahler durfte die guten Geschäfte oft mitfinanzieren. Am 6. September 1932 als Franz Strohsack geboren, wanderte er 1954 nach Kanada aus, wo er als Frank Stronach Magna aufbaute. 1986 betrat Stronach als reicher Onkel aus Übersee die österreichische Bühne. Viele hoffen, dass der mächtige Weltkonzernlenker neue Jobs schafft. Und Stronach wird dieser Rolle gerecht. Nimmt man seine Aktivitäten in Österreich genau unter die Lupe, so hat Stronach dabei ordentlich vom österreichischen System profitiert. Jedenfalls hat sich der Steirer stets als guter Geschäftsmann erwiesen und auch Millionen vom Steuerzahler abgeholt.

Von seinem Engagement in Ebreichsdorf über den Kauf von Steyr- Daimler-Puch bis zur Förderung von Universitätsprojekten hat es Stronach perfekt verstanden, von seinen Investments zu profitieren und sich gleichzeitig als Gönner zu inszenieren. Der schlaue Geschäftsmann holte sich erfahrene Politiker in sein Management, die das System perfekt zu nutzen wussten. Sogar Franz Vranitzky gehörte ab 1997 gleich nach seiner Abdankung als Bundeskanzler dem Aufsichtsrat von Magna an. Jetzt, auf der politischen Bühne, wettert Stronach gegen das politische System, das er selbst gut zu nutzen wusste. Die Rolle als politischer Befreier bringt Stronach viele Sympathien und den Applaus frustrierter Bürger ein – allerdings nicht überall.

"Ein Giersack"
In Reifnitz am Wörthersee ist man auf den „reichen Onkel aus Kanada“ nicht gut zu sprechen: „Der hat sich das schöne Schloss Reifnitz billig und mit falschen Versprechungen unter den Nagel gerissen. Für mich ist der Herr Strohsack ein Giersack. Das können Sie ruhig schreiben“, so eine ältere Dame, die gerade auf dem Weg ins Strandbad ist. Es geht um das Seeschloss „Klein Miramar“, welches Stronachs Magna-Konzern gekauft hat. Inzwischen gehört die Schlossimmobilie Stronach privat. „Wie Stronach an das Schloss gekommen ist, war unfair, gelogen und undurchsichtig“, regt sich Helmut Rothe im Gespräch mit NEWS auf.

Im Jahr 2004 hat der damals beliebte Bürgermeister der Gemeinde Maria Wörth Adolf Stark kurzfristig zu einer Gemeinderatssitzung eingeladen. Auch der damalige Landeshauptmann Jörg Haider war anwesend. Das Schloss Reifnitz, „Klein Miramar“ genannt, sollte samt 62.607 Quadratmeter Grundfläche zum Vorzugspreis von 6,4 Millionen Euro an Magna verkauft werden. Dem Gemeinderat wird ein Leitprojekt für die ganze Region versprochen: ein Akademiehotel und Manager-Resort, ein Ganzjahresbetrieb der Fünf- oder Sechssternekategorie, 80 Dauerarbeitsplätze und jede Menge Kommunalsteuern.

Hotel versprochen, aber jetzt wohnt Stronach im Schloss
Da das Projekt auch noch durch ein Rückkaufrecht der Gemeinde abgesichert wird, stimmen 14 von 15 Mandataren dem Verkauf zu. Schließlich wird der endgültige Kaufvertrag unterzeichnet. Und dann passiert weiter nichts. Inzwischen hat sich die Bürgerinitiative mit Helmut Rothe an der Spitze gebildet, die das Schloss zurückfordert und gegen die Verbauung des Wörthersees zu Felde zieht. 2011 verhandelte Bürgermeister Stark mit Magna, und letztendlich ließ sich die Gemeinde auf Betreiben des Bürgermeisters das Rückkaufsrecht um eine Million Euro ablösen. Zwar steht eine Magna- Tochter noch als Eigentümer im Grundbuch, doch laut Firmenangaben wurde das ganze Tochterunternehmen letzten Dezember an Stronach bzw. eine seiner Firmen verkauft.

Bürgersprecher Rothe zieht Bilanz: „Das Schloss wurde zu billig verkauft, es gibt keinen touristischen Nutzen und keinen Zugang für die Öffentlichkeit.“ Er fordert von Stronach nun, die eigenen Werte ernst zu nehmen, seine Versprechen einzulösen und einen fairen Preis zu bezahlen. Denn hier habe er Millionen auf Kosten der Steuerzahler gemacht.

Wo zahlt Stronach Steuern?
Interessantes könnte auch noch rund um das ehemalige Magna Racino blühen. Stronach hat das Gelände herausgekauft, als die börsennotierte Magna-Entertainment-Gruppe Konkurs anmelden musste. Im Firmenbuch hat die Nachfolgefirma Magnolia, die Tillmann Fuchs für Frank Stronach leitet, unter anderem den Kauf und Verkauf von Immobilien eintragen lassen. Geplant ist zunächst allerdings ein Vergnügungspark. Spannend ist, wem Magnolia wirklich gehört: Mutter dieser Gesellschaft ist eine luxemburgische Holding, die Ocalux Sarl. Die Wahl der Konstruktion, die Steuerexperten als Steuersparmodell sehen, kann sich Geschäftsführer Fuchs selbst nicht erklären. Solche Antworten kann nur Frank Stronach persönlich geben – und dieser hat derzeit keine Zeit, seine Aktivitäten in Luxemburg zu erklären.

Für Niklas Schmidt, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss, liegt der Vorteil einer solchen Konstruktion auf der Hand: „Durch die Ausschüttung eines Gewinns an eine ausländische Kapitalgesellschaft sind die Erträge steuerfrei.“ Überhaupt ist die Steuergebarung von Frank Stronach höchst undurchsichtig. Er spricht in Interviews immer davon, dass er in Österreich rund zwei Millionen Euro Steuern bezahlt, in der Schweiz ein paar Hundertausend Franken und der Hauptteil seiner Steuerlast in Kanada anfällt. Doch für welche Einnahmen oder Bezüge bezahlt Stronach eigentlich Steuern in Österreich und der Schweiz?

Wo hat er eigentlich seinen Hauptwohnsitz? Der Wohnsitz in Zug (Schweiz) lässt sicher keinen Milliardär vermuten. Wie ein Student wohnt er oberhalb einer Trattoria in der Industriestraße 13b.
Stronachs Wohnung: anscheinend verwaist. Die Rollos unten, ein überquellender Briefkasten und ein leerer Balkon zeugen vom Stillleben in der Wohnanlage. Ein Anwohner echauffiert sich über die zahlungskräftige Nachbarschaft aus dem Ausland: „Zug stirbt förmlich aus. Die Stadt verliert durch die Domizilwohnungen der Millionäre an Identität.“ 180 Tage müssen die gemeldeten Zuger normalerweise pro Jahr in der Stadt sein, um in den Genuss der sagenhaften Minimalsteuer zu kommen. „Doch die Finanz drückt hier in Zug alle Augen zu.“

Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Printausgabe von NEWS (34/2012)!

Kommentare

...und.... Ist schon mal jemanden aufgefallen, dass die meisten Politiker in Österreich Berufspolitiker sind und überhaupt noch nie Geld verdient haben, sondern immer nur vom Steuerzahler durchgefüttert wurden. D.h. die bekommen Ihr Gehalt vom Steuerzahler und die Steuer die die Kerle abliefern zahlt letzlich natürlich auch der Steuerzahler. Ein Musterbeispiel für diesen Politikertypus ist unser regierender Bundeskanzler.
Ich denke, das sagt alles über den Zustand dieser Republik aus. Wie nehme ich das Volk zu meinem Vorteil am besten aus, so dass es keiner merkt? Das ist die Frage die sich diese Art von Volksvertretern am häufigsten stellt und nach der sich ihr ganzes Denken und Wirken richtet.

Du heiliger Strohsack Wie primitiv darf Journalismus eigentlich sein?
Die Steigerung in Österreichs Medienlandschaft:

-Heute
-Österreicher
-am Newsten

Die Aufmachung des Covers ist so tief. Das erinnert mich an pubertiernde Hauptschüler die einem Klassenkameraden etwas nicht gönnen und ihn dann beleidigen wollen, indem sie seinen Namen lächerlich machen und alles was er je gemacht hat durch den Dreck ziehen.

kanguruh melden

angst alle fürchten sich zu recht vor stronach,er wird ein politisches erdbeben auslösen!meine und die stimmen vieler meiner freunde genau so! das ist fakt!jegliche versuche ihm schlecht zu machen ,machen ihm noch stärker!

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Re: angst DENKSTE Wählen könne ihn doch nur die
Hinterwäldler von BZ FP und andere Koffer.
Die Nied3erlage wird PEINLICH

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Strohsackfeuer Diese kranke Kapitalisten-Kalkleiste sowie seine Lendenfrucht Belinda waren mit ihren politischen Ideen in Kanada mit Bravour durchgesaust . Nun versucht es Frankieboy Strohsack also hierzulande. Österreich als Spielwiese für geltungssüchtige Ausbeuter, welche abgehalfterte Politiker zusammenkaufen. Hat er den Busek gar net im Sonderangebot gekriegt oder wartet er auf Fat Pröll?

kanguruh melden

Re: Strohsackfeuer schwitzer

... ich will von ihm einen leitenden job in der politik! ich wuerd einmal alle abgeordneten und minister die emails und schreiben nicht ordentlich beantworten oder lassen aus der politik entfernen. da bleiben dann eh nur mehr 3 ueber oder 4 und dann welche einstellen die nicht nur beidhaendig einstecken und sich dumm stellen...

Er wäre in China ein würdiges Mitglied für den Volkskongress Seit 10 Jahren ist es üblich, daß in Chine erfolgreiche Geschäftsleute in hohe politische Ämter geholt werden. Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, fährt die Chineische Bevölkerung ausgezeichnet damit. Einfach mal die Statistiken ansehen.
Die ärmsten 20% der Österreicher hatten in den letzen 10 Jahren deutliche Verluste.
Die ärmsten 20% der Chinesen hatten in den letzen 10 Jahren deutliche Einkommensteigerungen.

Ein ähnlich erfolgreicher Firmengründer in China ist Wang Chuanfu. Er gründete BYD 1995 mit geborgten US$ 300.000. Heute hat er 160.000 Mitarbeiter und ist im ständigen Ausschuß des Volkskongress.

swinnetou melden

Und wieviel bezahlt Stronach für diese Poster mit ihren Jubelkommentaren?

Ignaz-Kutschnberger
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Re: Und wieviel bezahlt Stronach...@swinnetou ich weiß ja nicht wieviel die anderen von ihm bekommen... aber ich mach das EHRENAMTLICH !! :-) ...und sollt mir der Mann auf der Straßn übern weg laufen, bussl ich ihm noch die Füß auch *grins

kanguruh melden

Re: Und wieviel bezahlt Stronach was ist denn mit dir los?hinter meinen pseudo steht auch ein name,wenn du es wissen willst:guntram garnitschnig,udinestr.38,villach.zufrieden?meine meinung kann sich niemand kaufen.ich bin aber der ansicht,man sollte jemanden,der sicher kein idiot ist,eine chance geben.ausser du willst zusehen wie österreich den bach runter geht.idiot!

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Re: Und wieviel bezahlt Stronach Hi swinnetou: Auch ich asrbeite ehrenamtlich, das ich mir in der Pension ja nicht so viel dazuverdienen darf...

:-)

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Re: Und wieviel bezahlt Stronach Natürlich um 5.000 SCHILLING?????? pro Eintrag

Ignaz-Kutschnberger
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Wer - wenn nicht ER (Strohsack Franzl) :-) ...zumindest mal 43 Stimmen + meine sind dir bei der kommenden Wahl schon mal 100%ig sicher :-)

Wie sagst du immer Frank: Möge das BESTE Pferd im Stall gewinnen :-)

Ignaz-Kutschnberger
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...aber was Österreichs Junged mal vom Franky braucht... ist 1. ein Stronach-Rap, eh klar...
und 2. kannst die 80-jährigen Dame die da in Spanien das Jesus-Gemälde restauriert hat, nicht irgendwie mal einfliegen lassen und dich von der porträtieren lassen... weil selbst der Peichl Gust (Ironimus) kann das bestimmt nich so cool...wie diese Spanierin...

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Re: Wer - wenn nicht ER (Strohsack Franzl) :-) fragst doch mal die canadischen ausgebeuteten arbeiter ,dann weist was auf uns zukommt !ja ja das strohsack franzerl will sich bei uns als vertreter der grechten aufspielen !schauma a mol !!!

Oliver-Berg
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Vergleich mit dem Tierreich... Frank ist der Marder im österreichischen Polithühnerstall.

Er ist darauf und daran in den österreichischen Hühnerstall der Politik einzudringen und ein paar etablierte Hennen kräftig zu rupfen.

Da gibt es das fette, vollgefressene ÖVP-Huhn mit seiner Bünde- und Raiffeisenlobby. Am besten vertreten durch das Huhn aus Louising, das immer wieder lukrativ am Lobbying verdient.

Das etablierte sozialistische Parteihuhn, das am liebsten im Gemeindebau residiert und sich
Wohnung und Wahlkampfinserate sponsern lässt.

Die grün-alternativen aber etwas naiven Hennen vom Land, die jetzt in der Stadt leben müssen.

Die wilden jungen blauen und orangen Hühner, die gerne laut krähen und zwicken aber de facto immer wieder vor Ihren Allüren gerettet werden müssen.

Da wird es laut im Hühnerstall.

kanguruh melden

Re: Vergleich mit dem Tierreich... so ist es,alle fetten hühner haben angst um ihre eier!ich hoffe franky scheucht sie auf den misthaufen,wo sie hingehören.

typisch .......... für eine zeitung die parteienorientiert ihre artikel verfass !!
ist ja klar, dass hier \'gegraben und gegraben\' wird bis man fündig wurde, - ohne darauf zu achten, dass auch so viele andere im blickfeld stehende personen alle steuervorteile sowie \'schnäppchen\' in österreich sowie die vielen \'steuerparadiese\' nutzen.......ebenso verdienen alle im amt sizenden politiker für ihre leistung viel zu viel, wo der steuerzahler ALLEINE das salär bezahlen muss......von den vielen korruptionsvorwürfen gar nicht zu sprechen............
wieviele arbeitsplätze aber von herrn stronach geschaffen wurden das geht hier total unter.......
man kann sich nur wundern ...also mein alter spruch lautet \'österreich\' gleich nach DJIBOUTI einzureihen..........

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