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7 Gründe, weshalb Soaps und
Telenovelas so erfolgreich sind

Was macht den Reiz von Serien wie "Sturm der Liebe" aus?

Sturm der Liebe © Bild: ORF/ARD/Christof Arnold

Die Telenovela "Sturm der Liebe" feierte kürzlich ihre 2.500. Folge. Seit nunmehr zwölf Staffeln flimmert die beliebte Nachmittagsserie in Österreich und Deutschland über die Bildschirme. Doch was macht ihren Erfolg aus? Weshalb sind Seifenopern und Telenovelas so dermaßen erfolgreich? Wir kennen sieben Gründe.

1. Flucht aus der Realität

Terroranschläge, Amokläufe, politische Erdbeben - in der realen Welt überschlagen sich im Moment die Ereignisse. Umso schöner, wenn man tagtäglich den Fernseher einschalten und für kurze Zeit in die Welt seiner Lieblingsserie - sei es nun eine Telenovela wie "Sturm der Liebe", oder eine Soap wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" - eintauchen kann.

2. Weil wir Happy Ends lieben

Fans von Telenovelas wie "Sturm der Liebe" wissen: Es gibt immer ein Happy End. Am "Fürstenhof" (am fiktiven Schauplatz in Bayern spielen sich alle großen und kleinen Dramen der ARD/ORF-Telenovela ab, Anm.) muss pro Staffel ein Paar um seine Liebe kämpfen. Auf dem Weg zum großen Liebesglück werden den Protagonisten zahlreiche mehr oder weniger große Steine in den Weg gelegt, doch am Ende gibt es immer ein Happy End, zumeist in Form einer Traumhochzeit.

Sturm der Liebe
© ORF/ARD/Christof Arnold Romantisches Happy End: In der 2.500. Folge von "Sturm der Liebe" gab sich das Staffel-Traumpaar Luisa und Sebastian das Jawort.

3. Drama, Drama, Drama

Wir lieben Happy Ends, doch zuvor darf es auch gern jede Menge Drama geben. Von diversen Intrigen und daraus resultierenden Missverständnissen über Entführungen bis hin zu unheilbaren Erkrankungen, die schließlich auf wundersame Weise doch geheilt werden können ist in Telenovelas wie "Sturm der Liebe" oder "Rote Rosen" sowie Seifenopern wie "GZSZ", "Alles was zählt" oder "Unter uns" alles mit dabei.

Sturm der Liebe
© ORF/ARD/Marco Meenen Ärzte dürfen in Telenovelas nicht fehlen. Hier behandelt "Sturm der Liebe"-Doc Michael Niederbühl gerade die intrigante Beatrice. Aktuell ist sie gelähmt, es darf jedoch davon ausgegangen werden, dass Heilung naht.

4. Die feschen Darsteller/innen

Natürlich spielen auch die feschen Darsteller/innen eine nicht unbedeutende Rolle bei der Wahl der persönlichen Lieblingsserie. Während die Telenovela "Sturm der Liebe" eher von älteren Semestern geschaut wird, ist "GZSZ" vor allem bei der Jugend sehr beliebt. Attraktive Darstellerinnen wie Anne Menden, Janina Uhse oder Jörn Schlönvoigt sind wohl mit ein Grund, weshalb die Seifenoper seit über 20 Jahren so erfolgreich läuft.

© RTL / Sebastian Geyer Anne Menden, Valentina Pahde und Janina Uhse sind mit ein Grund, warum GZSZ seit über 6.000 Folgen so erfolgreich läuft.

5. Niedere Instinkte

Auch wenn es vielleicht nicht jeder zugibt, schauen viele gerne TV-Dokus wie "Teenager werden Mütter" oder "Frauentausch". Der Grund dafür sind niedere Instinkte. Manchmal sehen wir einfach gerne dabei zu, wie andere ihr - oftmals verpfuschtes - Leben meistern und freuen uns, dass es uns selbst besser geht. Auch bei Seifenopern und Telenovelas ist der Zuschauer oftmals froh, dass sein eigenes Leben geordneter abläuft.

6. Um mitreden zu können

Um beim Besuch bei der Oma ein Gesprächsthema zu haben, ist es nicht schlecht, Serien wir "Sturm der Liebe" zu schauen. Doch nicht nur mit der können Sie über ihre Lieblings-Seifenoper fachsimpeln. Oftmals stellt sich heraus, dass auch Freunde oder Kollegen - zumindest hin und wieder, und wenn auch nur zu Recherche-Zwecken - derartige Serien schauen. Probieren Sie es einfach aus - Sie werden möglicherweise staunen, was ihr Kollege alles über Jo Gerner weiß.

© RTL / Rolf Baumgartner "GZSZ"-Anwalt Jo Gerner (Wolfgang Bahro) ist beinahe von Beginn an mit dabei und führt immer was im Schilde.

7. Reine Gewohnheit

Manche Serien schaut man schon so lange, dass man das Gefühl hat, man kenne die Protagonisten persönlich. Wer die ersten 5.999 Folgen "GZSZ" geschaut hat, hört nach der 6.000. nicht einfach auf. Auch die Telenovela "Sturm der Liebe" ist vielen nach über zehn Jahren schon zu sehr ans Herz gewachsen, um sie missen zu wollen. Ein positiver Aspekt: Man kann immer wieder einige Folgen versäumen und hat dennoch nicht das Gefühl, etwas Gravierendes verpasst zu haben. Aus dem echten Leben können wir hingegen nicht einfach aus- und wieder einsteigen. Womit wir wieder bei Punkt 1 wären.

Sturm der Liebe
© ORF/ARD/Marco Meenen Bei "Sturm der Liebe" gibt es mit Clara und Adrian ein neues Traumpaar. Er weiß jedoch noch nichts von seinem Glück.

Kommentare

Hans-Werner Schmollmann

Aus niederen Instinkten? Das sehe ich ganz anders. Die meisten freuen sich viel eher mit, wenn jemand über seinen Schatten springt und sich moralsich korrekt verhält, obwohl es anders einfacher und bequemer wäre. Ich denke, sehr viele Menschen ziehen Kraft aus moralisch korrekt handelnden Vorbildern z. B. gerade auch in SdL, was ihnen hilft, an eigenen ähnlichen Schwächen zu arbeiten.

Anneliese Lohse

Sturm der Liebe sieht nur das ältere Semester.
Ich bin schon viel auf Veranstaltungen von Sturm der Liebe gewesen, ob Kinder, Teenager oder Senioren, alles ist vertreten.

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