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Tesla: Die gigantischen
Pläne für Norwegen

Der Elektroauto-Hersteller Tesla baut in der Nähe von Oslo die größte Ladestation Europas.

Elektroautos - Tesla: Die gigantischen
Pläne für Norwegen © Bild: APA/dpa-Zentralbild/Jens Wolf

Norwegen ist das Land mit dem höchsten Anteil an Elektroautos: Jedes dritte Auto, das dort neu zugelassen wird, hat einen Hybrid- oder einen Elektroantrieb, in der Hauptstadt Oslo sind es 40 Prozent. Grund dafür ist eine starke staatliche Förderung. Der Boom hat aber auch Nachteile: Es fehlt an Lademöglichkeiten.

Hier will der Elektroauto-Pionier Tesla einspringen und kündigt den Bau eines Riesen-Superchargers an. Am stillgelegten Flughafen Moss-Rygge, knapp 70 Kilometer südlich von Oslo, soll die neue Ladestation entstehen. Und es handelt sich nicht um irgendeine Ladestation. Es wird eine der größten Supercharger der Welt.

Mehr als 40 Elektroautos können künftig ihre Akkus dort aufladen. Das hat Tesla dem staatlichen Rundfunk Norsk rikskringkasting (Norwegischer Reichsrundfunk, NRK) bestätigt. Die Station soll 42 Lademöglichkeiten haben. An einem Supercharger können jedoch nur Elektroautos von Tesla geladen werden. Für andere Elektroautos gibt es an der Tankstelle drei Lademöglichkeiten.

»Wir wollen Elektroauto-Fahrern ermöglichen, mit ihrem Auto lange Strecken zu fahren«

Das Unternehmen investiere viel in den Ausbau der Ladeinfrastruktur, um es den Fahrern zu ermöglichen, mit ihrem Elektroauto lange Strecken zu fahren, sagte Tesla-Sprecher Even Sandvold Roland. Das Interesse an Elektroautos in Norwegen sei groß, und immer mehr Norweger entschieden sich für ein Elektroauto als Erstwagen.

Die riesige Ladestation zu errichten ist ein logischer Schritt für Tesla. Mit der Einführung des Model 3, des ersten Elektroautos von Tesla, das sich auch eine größere Käuferschaft leisten kann, erhofft sich das Unternehmen die Zahl der Elektroautos weiter steigern zu können.

So viel kostet die Supercharger-Nutzung

Natürlich will Tesla auch an den Supercharger-Stromtankstellen auch verdienen. Wer sein E-Auto vor dem 15. Januar 2017 gekauft hat, kann die Batterie auch in Zukunft kostenlos aufladen. Kunden, die ihren Tesla nach diesem Stichtag erworben haben, bekommen mit dem Kauf eine Ladegutschrift im Wert von 400 kWh. Ist das Guthaben aufgebraucht, wird an den Superchargern eine Gebühr fällig . Laut Tesla variieren die Preise je nach Land und Region.


So müssen Tesla-Besitzer in einigen Ländern pro kWh zahlen, während an anderen Ladestationen eine Gebühr pro Minute fällig wird. Die Strecke von Paris nach Rom kostet so künftig beispielsweise 60 Euro und eine Tour von Las Angeles nach New York rund 120 US-Dollar.