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Neue G-Klasse in Detroit:
Wie die Phönix aus der Asche

Seit 1979 rollt die Mercedes G-Klasse vom Band, auf der Automesse in Detroit feiert die luxuriöse Neuauflage Premiere.

Automesse - Neue G-Klasse in Detroit:
Wie die Phönix aus der Asche
© Bild: APA/AFP/Geoff Robins

Feurige Auftritte, Glamour und jede Menge SUV: Auch heuer dominieren spritschluckende Geländewagen und Pick-up-Trucks die Automesse in Detroit – allen voran die neue G-Klasse von Mercedes.

Was anfangs als reinrassiger Geländewagen konzipiert, entwickelte sich über fast vier Jahrzehnte immer mehr zum Luxus-Vehikel. Sechs Jahre nach der letzten Überarbeitung legt Mercedes die G-Klasse nun komplett neu auf – und präsentiert sie auf der NAIAS in Detroit (20. bis 28. Januar 2018). Dabei verleugnet die neue Mercedes G-Klasse ihre Tradition nicht.

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Die neue Generation mag trotz signifikanten Größenwachstum 170 kg leichter geworden sein, das Chassis um 55 Prozent steifer und die Wattiefe auf 700 Millimeter erhöht, doch die ikonenhaften Details blieben unverändert, versicherte Daimler Zetsche dem Auditorium.

»Ich habe einen elektrischen G-Wagon«


Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger entstieg am Sonntag der neuen G-Klasse von Mercedes, die im Inneren mit allerlei Technik aufwartet und insbesondere steile Hänge meistern soll. Das Auto sei wegen seines Aussehens "historisch", sagte der frühere Gouverneur von Kalifornien, nachdem aus dem Boden emporschießende Flammensäulen die Präsentation des Geländewagens eingeläutet hatten.

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Er selbst fahre mittlerweile "seit 25 Jahren" G-Klasse. Und sein Geländewagen unterscheide sich von anderen Modellen: „Ich habe einen elektrischen G-Wagon“ (Spezialanfertigung des oberösterreichischen Spezialisten Kreisel), mahnte Schwarzenegger, „und der fährt fantastisch.“


Auf Glamour und Anspielungen an die US-Popkultur setzte in Detroit auch Ford: Steve McQueens Enkeltochter Molly McQueen kletterte aus einem Ford Mustang "Bullitt", der neuesten Version des legendären Sportwagens des US-Herstellers. Parallel dazu wurde auch ein Original-Mustang aus dem Jahr 1968 gezeigt, wie Steve McQueen ihn im Thriller "Bullitt" gefahren hatte.

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Darüber hinaus zeigte Ford bei der Messe mehrere weitere Modelle, die vor allem auf die Kundenwünsche in den USA zugeschnitten sind - darunter eine neue Sportversion seines SUV Edge und eine überarbeitete Version seines Ranger-Pick-ups. Allerdings kündigte Ford auch an, deutlich mehr Geld in die Entwicklung von Elektroautos zu stecken als bisher geplant: Bis 2022 werde Ford 11 Mrd. Dollar (9 Mrd. Euro) investieren, kündigte das Unternehmen in Detroit an. Bis jetzt waren 4,5 Mrd. Dollar bis 2020 eingeplant gewesen.

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Volkswagen trat im Vergleich dazu bei der Branchenschau eher dezent auf und stellte eine komplett überarbeitete Version seines Modells Jetta für einen Kaufpreis von 18.545 Dollar vor. Das Modell sei "ein Schlüssel zu unserem Erfolg in den Vereinigten Staaten", erklärte Markenchef Herbert Diess. Bis 2020 würden jährlich zwei weitere neue Volkswagen-Modelle für den US-Markt folgen, fügte er hinzu.

2017 sei für Volkswagen in den USA trotz eines insgesamt schrumpfenden Markts ein erfolgreiches Jahr gewesen, erklärte VW-Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken. Volkswagen habe zudem "erhebliche Fortschritte in der Abarbeitung der Dieselthematik gemacht". Mehr als 80 Prozent der 540.000 in den USA betroffenen Fahrzeuge seien bereits umgerüstet oder zurückgekauft worden. Bis 2020 wolle Volkswagen mehr als 3,3 Mrd. Dollar in der Region investieren, um sich dort zu einem "relevanten Volumenanbieter" zu entwickeln.

Ungewisse Zukunft des Freihandelsabkommens NAFTA

US-Verkehrsministerin Elaine Chao nutzte die Automesse unterdessen, um für die Vorzüge der Steuerreform von Präsident Trump zu werben. Dass Fiat Chrysler jüngst entschieden habe, die Produktion seines Pick-up-Trucks Ram von Mexiko nahe Detroit zu verlegen, sei "nur ein Beispiel für die positiven Auswirkungen" der Reform, die unter anderem eine Absenkung der Körperschaftsteuer für Unternehmen von 35 Prozent auf 21 Prozent vorsieht - und damit unter den Schnitt der Industriestaaten von 22,5 Prozent.

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Dabei bergen sowohl die Steuersenkungen als auch die ungewisse Zukunft des Freihandelsabkommens NAFTA mit Mexiko und Kanada laut Experten auch Unsicherheit für die Autoindustrie. Viele Haushalte in den USA wüssten noch nicht, wie sich ihre Lohnzettel künftig entwickelten, sagte die Analystin Rebecca Lindland von Kelley Blue Book der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb gebe es durchaus Autokäufer, die ihre Anschaffungen noch zurückstellten.