733 KTM-Angestellte müssen in Kurzarbeit:
Hälfte der Belegschaft ist ab Mai betroffen

Drastische Maßnahme soll vorerst bis August gelten Auch Kurzarbeit für 360 Hilti-Mitarbeiter in Vorarlberg

733 KTM-Angestellte müssen in Kurzarbeit:
Hälfte der Belegschaft ist ab Mai betroffen © Bild: APA/Salvatore

Der oberösterreichische Motorradhersteller KTM schickt 733 seiner 1.482 in Österreich beschäftigten Mitarbeiter von Mai bis August in die Kurzarbeit. Sowohl Arbeiter als auch Angestellte sind betroffen. Bereits Ende Jänner baute KTM 300 Mitarbeiter - 150 Leasingkräfte und 150 aus der Stammbelegschaft - ab.

Von den vier Monaten sind zwei als Ausfallszeit geplant, das bedeutet dass die Betroffenen in diesem Zeitraum, der auch den üblichen dreiwöchigen Betriebsurlaub umfasst, gar nicht arbeiten - in den übrigen zwei Monaten wird kurz gearbeitet.

Arbeiter und Angestellte in den fertigungsnahen Bereichen und der Fahrzeugassemblierung sind betroffen. "Mit Hilfe des neuen Kurzarbeitszeitmodells werden wir die noch bestehenden Überkapazitäten bis Sommer 2009 ausgleichen können. Mit der bestehenden Mannschaft sind wir für die künftige Marktentwicklung gut gerüstet", erklärte Stefan Pierer, der Chef des in Mattighofen (Bezirk Braunau) heimischen Konzerns.

Kurzarbeit für 360 Hilti-Mitarbeiter
Auch der Liechtensteiner Bauzulieferer Hilti wird für sein Werk in Thüringen (Bezirk Bludenz) ab April Kurzarbeit einführen. Die Maßnahme gilt vorerst für drei Monate und für alle rund 360 Mitarbeiter. Ausgenommen seien die 55 Lehrlinge, so Werksleiter Eugster. Die Arbeitszeit wird im Rahmen der Kurzarbeit um bis zu 40 Prozent reduziert, die Regelung je nach Abteilung unterschiedlich getroffen.

(apa/red)