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Die schönsten Wüsten der Welt

Sahara Wüste © Bild: iStockphoto.com/Tobias Helbig

So weit das Auge reicht, erstreckt sich die Einöde. Wüsten, ob Sandig, eisig oder salzig, haben ihren ganz eigenen Reiz. Diese atemberaubenden Wüstenlandschaften bezaubern mit ihrem einmaligen Anblick.

Unter anderem haben die Zeitschrift "Geo" und das Reiseportal "Tripadvisor" die schönsten Wüsten der Welt gekürt. Hier sind einige der Top-Platzierungen:

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Sahara, Nordafrika

Sahara Wüste
© iStockphoto.com/GavinD Sahara

Die wohl bekannteste Wüste ist die Sahara in Nordafrika. Sie ist zugleich mit über 9 Millionen Quadratkilometern auch die größte Trockenwüste der Welt. Damit erstreckt sich die sandige Einöde über ein Fläche die so groß ist wie die gesamten USA. Sie reicht vom Atlantik im Westen bis zum Roten Meer im Osten und vom Mittelmeer im Norden bis zur Sahelzone im Süden.

Inmitten der Wüste verbirgt sich aber nicht nur Sand: Flüsse und Oasen durchziehen das riesige Gebiet ebenso wie Berge.

Das Buch "Algerien Reiseführer - Kultur und Natur zwischen Mittelmeer und Sahara" finden Sie hier.

Salar de Uyuni, Bolivien

Salar de Uyuni in Bolivien
© Shutterstock.com/Marian Dreher Salar de Uyuni in Bolivien

Die Ebene Salar de Uyuni wird auch die Salzpfanne Boliviens genannt. Sie erstreckt sich über 10.000 Quadratkilometer im Südwesten des Landes und liegt auf eine Höhe von über 3.600 Metern. Entstanden ist die dicke Salzschicht vor mehr als 10.000 Jahren durch das Austrocknen des Sees Tauca. Rund 10 Milliarden Tonnen an Salz sollen hier liegen, jährlich werden rund 25.000 Tonnen abgebaut.

Die Salzwüste ist außerdem ein beliebtes - wenn auch anstrengendes - Reiseziel für Rucksacktouristen. Gleißende Helligkeit, eisige Winde und nicht selten die Höhenkrankheit erwarten die Touristen dort neben einer atemberaubenden weißen Einöde. Meist gelangt man von der bolivianischen Stadt Uyuni aus in die Salzwüste. Am Rande der Ebene liegt zudem südlich von Uyuni ein Eisenbahnfriedhof mit teils über hundert Jahre alten Zügen, den Tripadvisor-Reisende als sehenswert beschrieben haben.

Den Reiseführer "Peru & Bolivien" finden Sie hier.

Wüste Gobi, Mongolei

Wüste Gobi
© iStockphoto.com/mantaphoto Wüste Gobi

Die Wüste Gobi ist landschaftlich eine der abwechslungsreichsten Sandwüsten und keineswegs unbewohnt. Nomadenstämme ziehen nach wie vor durch das rund 2,3 Millionen Quadratkilometer große Trockengebiet in Zentralasien. Die Wüste dehnt sich über China und die Mongolei aus, wobei die Steppen der Mongolei den lebensfreundlicheren Teil darstellen. Hier leben Kamel- und Schafzüchter im Einklang mit der Natur. Außerdem bewohnen unter anderem Steinadler, Gobi-Bären und Schneeleoparden die Wüste Gobi.

Den Reiseführer "DuMont Reise-Handbuch Mongolei" finden Sie hier.

Antarktis

Antarktis
© iStockphoto.com/river34 Eiswüste Antarktis

Die am Südpol gelegene der Antarktis ist die größte Eiswüste der Erde. Der Kontinent Antarktika umfasst insgesamt 13,2 Millionen Quadratkilometer und ist etwa 37 Mal so groß wie Deutschland. Wie ausgedehnt die Festlandfläche tatsächlich ist, ist unbekannt, da Teile der Antarktis dauerhaft von Eis bedeckt sind. Es herrschen dort eisige Temperaturen von um die Minus 40 Grad. Der negative Temperaturrekord lag 1983 bei 89,2 Grad Celsius. Aktive Vulkane und eine traumhafte Eislandschaft machen die Antarktis zu einer der schönsten Wüsten der Erde.

Außer einigen Wissenschaftlern in den Forschungsstationen leben hier keine Menschen. Pinguine und Robben sind hingegen stetige Bewohner dieser Eiswüste.

Den Bildband "Antarktis - Reise ins südliche Eis" finden Sie hier.

Namib-Wüste, Namibia

Namib-Wüste in Namibia
© iStockphoto.com/Lucyna Koch Namib-Wüste in Namibia

Die Namib-Wüste ist die älteste, bekannte Wüste unserer Erde, entstanden vor rund 80 Millionen Jahren. Sie erstreckt sich an der Südwestküste Afrikas und liegt nicht nur in Namibia, sondern auch teilweise im Staat Angola. Innerhalb dieser faszinierenden Einöde liegen die Nationalparks Namib-Skelettküste, Tsau/Khaeb, Dorob (Namibi) und Iona (Angola). Tagsüber herrschen dort überirdisch heiße 50 Grad Celsius, nachts kann es auch Temperaturen unter 0 Grad Celsius haben.

Tiere und Pflanzen sind somit extremen Lebensbedingungen ausgesetzt. Und dennoch gibt es Leben in der Sandwüste: Wie zum Beispiel die Pflanze Welwitschie, der Naras-Strauch oder der Namib-Sandgecko, die Zwergpuffotter, der Wüstenmull, Rennmäuse, Stachelschweine und sogar Elefanten. Letztere leben allerdings in den feuchteren Gebieten der Namib-Wüste.

Den Reiseführer "Namibia: Reisen mit Insider-Tipps" finden Sie hier.

Wadi Rum, Jordanien

Wadi Rum in Jordanien
© iStockphoto.com/vanbeets Wadi Rum in Jordanien

Das Wüstental Wadi Rum in Jordanien ist dort das größte Tal seine Art mit einer Fläche von 720 Quadratkilometer. Seit 2011 zählt dieser Flecken Erde zum Unesco-Weltkulturerbe. Vorwiegend trifft der Besucher hier auf Sandstein und Granit. Und besuchen kann man die Fels- und Sandwüste. Jedes Jahr reisen zahlreiche Touristen ins Wadi Rum. Dort hatte schließlich während des ersten Weltkrieges schon Lawrence von Arabien sein Hauptquartier. Auch der berühmte Film ("Lawrence von Arabien") über den britischen Offizier, Archäologen und Schriftsteller wurde hier gedreht. Heute leben im Wadi Rum einige tausende Beduinen, unter anderem im Dorf Wadi Rum.

Den Reiseführer "Jordanien: Reisen mit Insider-Tipps" finden Sie hier.

Weiße Wüste, Ägypten

Weiße Wüste in Ägypten
© iStockphoto.com/dearlynx Weiße Wüste in Ägypten

Ihren Namen hat die Weiße Wüste von den dort typischen Kalksteinformationen. Sie liegt im ägyptischen Teil der Libyschen Wüste rund 30 Kilometer nordöstlich der Oase Farafra und 420 km südwestlich von Kairo. 2002 wurde die Gegend zum Nationalpark ernannt und genießt seitdem einen besonderen Schutz. Touristen zahlen seit 2008 Eintritt oder Übernachtungsgebühren. Die eigenwilligen und schönen Formationen bestehen aus sedimentiertem und kalzifiziertem Plankton. Das deutet darauf hin, dass hier früher einmal das Meer war.

Den Bildband "Reise durch ÄGYPTEN - Ein Bildband mit über 170 Bildern" finden Sie hier.

Große Victoria-Wüste, Australien

Große Victoria-Wüste in Australien
© Shutterstock.com Große Victoria-Wüste

Das australische Outback hat ebenfalls eine wunderschöne Wüstenlandschaft zu bieten: Die Große Victoria-Wüste (348.750 Quadratkilometer). Sie ist die größte Einöde in Australien und zieht sich über die Bundesstaaten South Australia und Western Australia. In ihrem Gebiet liegen auch einige Siedlungen der australischen Ureinwohner, der Aborigines. Die Landschaft wechselt zwischen Sanddünen und Grasland, Salzseen findet man hier ebenfalls vor. Unter anderem durchstreifen Dingos, Riesenwarane und Dornteufel die Große Victoria-Wüste.

Den Reiseführer "Stefan Loose Reiseführer Australien" finden Sie hier.

Takla Makan, China

Takla Makan
© iStockphoto.com/rweisswald Takla Makan in China

Die Takla Makan (228.990 Quadratkilometer) ist die zweitgrößte Sandwüste der Erde. Übersetzt wird der Name häufig mit "Begib dich hinein, und du kommst nie wieder heraus" oder "großes Pappelland". Tatsächlich gab es hier in den Jahren 420 bis 589 noch Pappel-Urwälder. Die erste Übersetzung erscheint zwar logisch und ist selbsterklärend, aber wohl aufgrund eines Übersetzungsfehlers zustande gekommen - also falsch.

In dieser unwirtlichen Wüste fallen nur 30 mm Niederschlag pro Jahr. Der berüchtigte "schwarze Sandsturm" (Kara Buran) treibt zudem sein Unwesen in der Takla Makan. Dennoch gibt es am Fuß der Hochgebirge einige Oasen mit einer üppigen Vegetation. Einige versunkene Städte zeugen von den einstigen Bewohnern der Wüste und selbst heute noch leben Turkvölker wie die Uiguren und Han-Chinesen in den Oasen-Städten.

Das Buch "Durch die Wüste Taklamakan. Auf den Spuren von Sven Hedin und Sir Aurel Stein" finden Sie hier.

Painted Desert, USA

Painted Desert
© Shutterstock.com/Ekaterina Pokrovsky Painted Desert in den USA

Ein tolles Farbenspiel kann man in der Painted Desert (rund 19.400 Quadratkilometer) in den USA beobachten. Die im US-Bundesstaat Arizona gelegene Wüste erstreckt sich vom Osten des Grand Canyon Nationalparks bis zum Nordteil des Petrified Forest Nationalpark. Die Felsformationen mit ihren unterschiedlichen Gesteins- und Lehmschichten bieten einen atemberaubenden Anblick. Der Name des Gebiets geht zurück auf den spanischen Conquistador Francisco Vázquez de Coronado, der 1540 die Painted Desert durchquerte und sie aufgrund der farbenfrohen Beschaffenheit "El Desierto Pintado" ("The Painted Desert") nannte.

Motorisierte Fahrzeuge sind in weiten Teilen der Wüste verboten, aber Touristen können die traumhaft schöne Landschaft auf Wanderwegen erkunden.

Das Buch "Nationalparkroute USA - Südwest: Routenreiseführer durch die bekanntesten Nationalparks der USA" finden Sie hier.

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