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Schweinehaltung: Es geht auch anders

Multiresistente Keime? Ein Biobauer zeigt, wie es auch ohne Antibiotikaeinsatz geht

Labonca © Bild: Copyright Philip Platzer, All Rights Reserved

Ein alarmierender Greenpeace-Test zeigte, dass auf einem Viertel des getesteten Schweinefleischs multiresistente Keime zu finden waren (News berichtete). Der österreichische Biobauer Norbert Hackl lässt seine Labonca-Schweine das ganze Jahr im Freien herumgaloppieren. Der Antibiotikaeinsatz liegt "bei null". Er zeigt, dass es in Sachen Schweinehaltung auch anders geht.

"Bei mir bekommen es die Schweine das ganze Jahr mit Feuchtigkeit und Dreck zu tun. Deshalb sind sie widerstandsfähig und werden nicht krank", sagt Norbert Hackl, der in Burgau in der Steiermark den Biohof Labonca betreibt. Er hält 400 Mastschweine und 40 Muttertiere, dazu noch ein paar Rinder, Puten und Hühner - und alle rennen das ganze Jahr im Freien herum.

Labonca
© Labonca Norbert Hackl

Als Biobauer darf Hackl Antibiotika sowieso nur nach strengen Kriterien anwenden. "Der Einsatz bei uns liegt bei null", sagt er. Die wenigen Ausnahmen: "Wenn ein Tier Husten hat und Fieber bekommt. Das ist vielleicht alle zwei Jahre bei vier, fünf Tieren der Fall." Oder wenn der Tierarzt nach einer Kastration die Wunde behandelt, oder nach einer schwierigen Geburt. "Da hatten wir heuer einen Fall. Das kommt aber auch nur vielleicht alle zwei Jahre vor."