Preissteigerung von

Inflation weiter hoch

Blieb im November bei hohen 2,8 Prozent - Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln

Inflation Warenkorb. © Bild: APA/BARBARA GINDL

Die Inflationsrate ist in Österreich im November weiterhin bei hohen 2,8 Prozent geblieben. Grund für die anhaltend starke Geldentwertung war vor allem die Beschleunigung des Preisauftriebs bei Nahrungsmitteln auf 3,6 Prozent im Jahresabstand. Ausgaben für Treibstoffe und andere Ölprodukte waren dagegen diesmal etwas weniger für die Teuerungsrate verantwortlich, wie die Statistik Austria am Freitag bekanntgab.

Noch stärker als der nationale VPI legte im November der für die Eurozone errechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) zu, der für Österreich im Jahresvergleich erneut um 2,9 Prozent anstieg. Gegenüber dem Vormonat Oktober erhöhten sich sowohl VPI als auch HVPI um 0,1 Prozent.

Der für die typischen Ausgaben von Pensionistenhaushalten errechnete Preisindex (PIPH) kletterte ebenso wie der allgemeine VPI im Jahresabstand um 2,8 Prozent und im Monatsabstand um 0,1 Prozent.

Täglicher Einkauf viel teurer

Wegen des beschleunigten Preisauftriebs bei Nahrungsmitteln hat sich in Österreich im November der tägliche Einkauf stärker verteuert als der typische Wochen-Einkauf. Der "Mikrowarenkorb" für den täglichen Bedarf, der vor allem Lebensmittel enthält, kostete im Jahresabstand um 3,8 Prozent mehr, im Oktober hatte das Plus erst 3,5 Prozent ausgemacht.

Der wöchentliche "Miniwarenkorb" dagegen, der auch Spritpreise enthält, verteuerte sich im November im 12-Monats-Vergleich nur um 2,9 Prozent, nach noch 4,0 Prozent Anstieg im Oktober - und kaum stärker als der allgemeine VPI (+2,8 Prozent). Grund dafür waren die dieses Mal geringeren Teuerungen bei den Treibstoffen, teilte die Statistik Austria am Freitag mit.

Neben dem stärkeren Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln, der sich von Oktober auf November im Jahresabstand von 3,0 auf 3,6 Prozent verschärfte, zogen auch die Preise für Bewirtungsdienstleistungen mit 3,9 (nach 3,7) Prozent stärker an.

Wohnen als Preistreiber

Hauptpreistreiber als Ausgabengruppe war im Jahresvergleich der Bereich "Wohnung, Wasser und Energie" mit durchschnittlich 2,8 Prozent Teuerung und damit +0,52 Prozentpunkten Einfluss auf den VPI. Ursache dafür waren höhere Wohnungsmieten (im Schnitt +4,0 Prozent). Die Preise für die Wohnungs-Instandhaltung legten um 1,6 Prozent zu, Haushaltsenergie kostete um 2,0 Prozent mehr (dabei Strom +1,8 Prozent, Fernwärme +6,6 Prozent, Heizöl +1,9 Prozent, Gas +0,4 Prozent). Betriebskosten für Mietwohnungen erhöhten sich um 3,4 Prozent, für Eigentumswohnungen um 4,1 Prozent.

Im Bereich "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+3,6 Prozent bzw. +0,44 Prozentpunkte VPI-Einfluss) kosteten Nahrungsmittel im Schnitt ebenfalls um 3,6 Prozent mehr (Fleisch und Fleischwaren +6,9 Prozent, Gemüse +9,4 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse +3,6 Prozent, aber Obst -3,2 Prozent). Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 3,4 Prozent, darunter Orangensaft um 10,9 Prozent.

Verkehr billiger

Im Monatsabstand waren "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit 0,7 Prozent Plus der stärkste Preistreiber; Ursachen dafür waren vor allem 3,7-prozentige Teuerungen bei Gemüse sowie Preisanstiege von 1,0 Prozent für Fleisch/Fleischwaren.

Der Bereich "Verkehr" kam im November dagegen um 1,0 Prozent billiger als im Oktober und war damit der Hauptpreisdämpfer; Grund waren die deutlichen Sprit-Verbilligungen (-3,2 Prozent); dabei kostete Diesel um 1,5 Prozent weniger und Superbenzin um 5,3 Prozent weniger.

Kommentare