Lokalcheck von

Wirtshaus auf lifestylig

Eugen 21 © Bild: Susanne Jelinek

Das Eugen21 im neuen Hotel Andaz versucht sowohl optisch als auch kulinarisch den Spagat zwischen Tradition und Moderne.

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Nicht dass man sagen könnte, es täte sich sonst nichts rund um den Wiener Hauptbahnhof. In den letzten Monaten war dort allerdings extra viel los. Zusammen mit dem Luxus-Lifestyle-Hotel Andaz sperrten nämlich auch dessen Rooftop-Bar Aurora (was für ein Blick!) und die hauseigenen Lokale Cyclist Eatery (Schwerpunkt Flexitarierküche) und Eugen21 auf.

Das Eugen21 – benannt nach dem Feldherrn Eugen von Savoyen – schreibt sich auf die Fahnen, ein „modernes österreichisches Wirtshaus“ zu sein. Optisch soll dies über den Mix aus klassischen Stilelementen (wie Kaffeehausstühlen und dunkler Wandvertäfelung) und modernem Design (etwa bunten Pendelleuchten) dargestellt werden.

Eugen 21
© Susanne Jelinek

Wirtshausflair (und auch da nur auf die feine Art) kommt allerdings erst auf, wenn man die Karte aufschlägt. Die fleischlastige Küchenlinie orientiert sich an heimischen Klassikern, die entweder traditionell oder kreativ interpretiert am Tisch landen. Den Unterschied merkt man auch an der Präsentation. Die modernen Versionen (etwa vom Gabelbissen mit Seesaibling und Rauchmuscheln um 14 Euro) landen auf minimalistischem Porzellan, die Wirtshausgerichte (zum Beispiel das feine Kalbsbeuschel mit Serviettenknödeln um 15 Euro) auf Blümchentellern, die an Omas Geschirrschrank erinnern.

Eugen 21
© Susanne Jelinek Gelungene Neuinterpretation: der Gabelbissen mit Seesaibling

Besonders gelungen ist der Schweinsbraten (mit Fleisch von der BOA-Farm), der am Servierwagen vorm Gast aufgeschnitten und angerichtet wird – mit Wacholderbierkraut, Semmeltarte und Marillenjus (21 Euro). Dazu unbedingt ein Glas vom mit Wacholder infusionierten Hausbier Andaz Lager ordern!

Eugen21
Arsenalstraße 10
1100 Wien
Täglich Frühstück ab 6:30, Lunch von 12 bis 14:30, Dinner ab 18 Uhr
01 205 77 44 44 66