Gehälter von

Löhne hinken BIP hinterher

Wirtschaft wuchs 2011 um 2,7 Prozent - Einkommen aber nur um 1,5 Prozent

Gehälter - Löhne hinken BIP hinterher © Bild: Thinkstock/Creatas

Die Arbeitnehmereinkommen haben laut den neuesten Daten der Statistik Austria zur Wirtschaftsentwicklung in Österreich 2011 "wieder nicht mit der positiven Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes mithalten können". Die Nettoeinkommen blieben erneut hinter dem BIP-Wachstum zurück.

Die Entwicklung der real verfügbaren Nettoeinkommen blieb mit plus 1,5 Prozent auf 249,62 Mrd. Euro hinter dem realen Wirtschaftswachstum von plus 2,7 Prozent zurück. Das Bruttoinlandsprodukt belief sich auf nominell 300,71 Mrd. Euro. Die nominellen Arbeitnehmerentgelte stiegen mit 3,9 Prozent (auf 148,18 Mrd. Euro) auch weniger als die nominellen Unternehmensgewinn, die um 6,8 Prozent (auf 120,65 Mrd. Euro) zulegten.


Gründe für das geringere Wachstum der Einkommen seien nicht leicht zu definieren, es zeige sich aber, "es wird mehr Teilzeit und weniger Vollzeit gearbeitet", erklärte eine Statistikerin. Der Konsum entwickelte sich jedenfalls nicht dynamisch und wuchs real nur um 0,5 Prozent auf 220,22 Mrd. Euro. 2010 und 2009 hatte es ein Plus von 1,3 bzw. 0,9 Prozent gegeben.

Wachstumstreiber waren 2011 die Herstellung von Waren und das Energiewesen mit einem realen Wachstum von 8,5 bzw. 9,4 Prozent. Auch die Bauwirtschaft legte - erstmals seit drei Jahren - wieder zu. Ihr Wachstum betrug 3,5 Prozent.

Das noch im Juni errechnete Wachstum von 3,0 Prozent wurde auf 2,7 Prozent revidiert, weil sich nunmehr auf hohem Niveau etwas weniger optimistische Berechnungen bei den Investitionen ergeben hätten, erklärte die Statistik Austria.

Kommentare

Die Umverteilung Arm nach Reich Aber irgendwann kommt wieder der Brief vom Vermieter: "Aufgrund der amtlich festgestellten Inflation wird die Miete um 5% erhöht"".

So war es ja auch 2009, als in der Weltwirtschaftskrise alle aufgefordert waren mit Gehaltsforderungen zurück haltend zu sein. Einzige Ausnahme - die Vermieter, die von den politischen Parteien gedeckt, speziell von der ÖVP - Österreichische Vermieter Parte, völlig automatisiert die Einkommenssteigerung durch setzen.

So steigerte das reichste 0,1% sein Einkommen von 1980 etwa 3% vom Gesamteinkommen auf 12% vom Gesamteinkommen. Also vom 30 fachen des Durchschnittsverdieners auf das 120 fache des Durchschnitsverdieners.

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