Leben von

Grüner Gott legal gemacht

Die "Cannabiterianer" dürfen da rauchen, wo Kiffen eigentlich gesetzlich verboten ist.

"Frst Church of Cannabis" © Bild: News.at

"Sei kein Arschloch", "Sei kein 'Troll' im Internet" und "Verehre die Cannabisplanze": Die "Cannabiterianer", wie sich die Anhänger der ersten Cannabis-Kirche im amerikanischen Indiana nennen, haben ihre eigenen Gebote. Vor allem aber geht es ihnen um Liebe. Auch wenn sie ihrem heiligen "Sakrament", der Hanfpflanze, wohl etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Gründer Bill Levin hat es geschafft, ein neues Gesetz so auszulegen, dass er und seine Glaubensanhänger Marihuana rauchen können, obwohl es in Indiana gesetzlich verboten ist.

Möglich macht's ein weltweit stark kritisiertes Gesetz, das Indianas Gouverneur Mike Pence am 26. März 2015 unterzeichnete. Im "Religious Freedom Restoration Act" sollte es vordergründig um Glaubensfreiheit gehen. In Wirklichkeit, so die Kritiker, mache es die Diskriminierung von homosexuellen Paaren legal. Daraufhin wurde das Gesetz wieder abgeschwächt.

"Wir rauchen es täglich"

Innerhalb dieser Debatte gab es jedoch einen Mann, der von diesem Gesetz auf ganz andere Weise profitieren sollte: Bill Levin. Er beschloss, wenn es ihm schon gesetzlich verboten war, Marihuana zu rauchen, würde er es einfach zu einer Religion machen.

Und tatsächlich: Seine "Erste Cannabis-Kirche" ("First Church of Cannabis Inc.") wurde im Rahmen der neuen Religionsfreiheit offiziell als legale, religiöse Organisation anerkannt. Nachdem ihr heiliges Sakrament die Hanfpflanze ist, dürfen Levin und seine Anhänger die Pflanze in den kirchlichen Etablissements diese nun auch vollkommen legal konsumieren. "Ich rauche nun aus religiösen Gründen Cannabis. Ich habe es einfach offiziell gemacht, sagte er MSNBC in einem Interview.

"Es gehört zu meinem 12-Punkte-Programm und wir rauchen es täglich in der Kirche", sagte Levin. "Wir feiern das Leben, die Liebe und soziales Zusammensein und praktizieren all jene Dinge, die Kirchen praktizieren sollten." Mit einer Katze auf dem Schoß und einem Kakadu auf der Schulter, fährt er fort: "Nur weil wir die Hanfpflanze als unser Heiligtum betrachten, heißt das nicht, dass wir schlechte Menschen sind. Genau so wenig ist es eine Tatsache, dass man, nur weil man in die Kirche geht, ein guter Mensch ist."

Levin hat einen legalen Weg gefunden, Gras "anbeten" zu können. Dafür bekommt er Unterstützung auf der ganzen Welt: Fast 50.000 Menschen gefällt seine Seite auf Facebook und Geld ließt über Crowdfunding. Bisher sind fast 17.000 Dollar gespendet worden.

Auch in Österreich wurde das Unmögliche möglich gemacht: In der ersten "Hanfbotschaft" ist die weltweit erste öffentliche Ausstellung von blühenden Hanf-Pflanzen ist zu sehen. Dies galt bislang als verboten. Wie das möglich gemacht wurde, lesen Sie hier.

Kommentare

Vector Nectar

https://en.wikipedia.org/wiki/Sula_Benet

Alter, Qualität und Zugang wird nicht kontrolliert, stattdessen, durch historisch falsifizierten pharmakologischen Faschismus, der globalen Korruptionspyramide ein steuerfreies Mafiamonopol garantiert, während Erwachsene damit, gegen ihren mündigen Willen, die freie Selbstbestimmung über den eigenen Geist und Körper entzogen bekommen!

http://leap.cc

Alex Junov

Geniale Idee !!!!! Hut AB !!!

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