Wr. Tierschutzverein: Präsident Antolini sucht nach tierfreundlichen Groß-Spendern

400.000 € müssen bis 25. Feber aufgebracht werden Antolini: Neue Aufgabe ist "Lebensherausforderung"

Der Wiener Tierschutzverein wird weiter bestehen - zumindest wenn es nach dem neuen Präsidenten Michael Antolini geht. Er zeigte sich im APA-Gespräch optimistisch, bis zum 25. Februar die notwendigen 400.000 Euro aufbringen zu können, um eine Schließung des Tierschutzhauses im niederösterreichischen Vösendorf zu verhindern.

Er sei nicht der letzte Präsident des Tierschutzvereins, sondern wolle diesen retten. "Was wir brauchen, ist die Hilfe der Leute", unterstrich Antolini. Nach dem Rücktritt von Präsidentin Lucie Loube habe sich einiges geändert und dies würden die Menschen erkennen.

Suche nach Groß-Spendern - schwierig, aber möglich
Die benötigten 400.000 Euro seien zwar ein großer Batzen, letztlich aber auch nicht so enorm viel. Damit sei der Fortbestand gesichert. Er wolle seine Kontakte in die Wirtschaft und zur Prominenz nutzen, um Großspender anzusprechen. "Mir liegt es wirklich am Herzen, hier etwas nicht zu Grunde gehen zu lassen", so Antolini. Er begreife sein neues Amt als "Lebensherausforderung". Nun werde er mit der Stadt und auch der Wiener Tierschutzstiftung das Gespräch suchen, um zu gemeinsamen Lösungen zu kommen: "Ich bin ein offener Mensch."

Neo-Präsident hat große Erfahrung mit Tieren
Die Vita Antolinis war auch bisher schon von Herausforderungen geprägt. Der 1959 in Linz als Sohn italienischer Eltern geborene Antolini ist Human- und Veterinärmediziner. Er spricht fünf Sprachen und besitzt neben seiner Praxis auch eine Galerie. Er war tierärztlicher Leiter des Zirkus Knie, hat Siegfried und Roy wegen ihrer Tiger beraten und ist seit Jahren der Veterinär der Wiener Hundestaffel. (APA/red)