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Komet löste Klimawandel aus

Einschlag vor 13.000 Jahren ließ weltweit große Landtiere aussterben

Ein Komet schlägt auf der Erde ein. © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Vor rund 13.000 Jahren erlebte die Erde einen dramatischen Klimawandel, der weitreichende Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt hatte. Wissenschafter sind jetzt zu der Erkenntnis gelangt, dass der damalige plötzliche Übergang zu einem kühleren und trockeneren Klima mutmaßlich durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen ausgelöst worden sei, wie das US-Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" in seiner neuen Ausgabe berichtet. Der Himmelskörper soll demnach im Gebiet der heutigen kanadischen Provinz Quebec eingeschlagen sein.

Der abrupte Wandel des Erdklimas vor rund 13.000 Jahren ist seit langem bekannt, über seine Ursachen wurde in der Forschung gestritten. Als Folge des plötzlichen Temperaturabfalls und der Trockenheit starben weltweit viele große Landtiere aus, in Nordamerika unter anderem das Riesenfaultier, das Mastodon, das Kamel und der Säbelzahntiger.

Dadurch wiederum wurden bis dahin von der Jagd lebende Völker in Nordamerika dazu gebracht, zum Sammeln und Anbau von Nahrung überzugehen. Die Großwildjäger der sogenannten Clovis-Kultur hätten ihre schweren Speere beiseite stellen und sich fortan von Wurzeln, Beeren und kleinerem Wild ernähren müssen, heißt es in dem Bericht.

Forscher stützen sich auf geschmolzene Gesteinskügelchen

Den jetzigen Befund, dass die Klimakatastrophe durch einen Himmelskörper ausgelöst wurde, stützen die Forscher mit geschmolzenen Gesteinskügelchen, wie sie beim Aufprall von Kometen oder Meteoriten entstehen. Diese Kügelchen wurden in Gesteinsschichten in den US-Bundesstaaten New Jersey und Pennsylvania gefunden, die dem Beginn der erdgeschichtlichen Jüngeren Dryas-Zeit entstammen. Analysen ergaben, dass die chemische Zusammensetzung der Kügelchen dem Gestein in Quebec entsprach.

Der Krater, den der mutmaßliche Einschlag des Himmelskörpers verursachte, sei aber noch nicht gefunden, berichtete der Geochemiker Mukul Sharma vom Dartmouth College im US-Bundesstaat New Hampshire, ein Ko-Autor der Studie.

Bisher herrschte andere Hypothese vor

Der Befund der Forschergruppe, dass der Einschlag eines Himmelskörpers für die Klimakatastrophe verantwortlich war, widerspricht der lange in der Forschung vorherrschenden Hypothese: Demnach war das Zerbrechen eines Eisschildes in Nordamerika der Auslöser; dadurch sei so viel Süßwasser in den Atlantik geflossen, dass eine aus den Tropen kommende und wie eine Warmwasserheizung wirkende Meeresströmung zum Erliegen gekommen sei.

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