Gefährliche Wechselwirkung von

Depressiv durch Sex

Studie zu Promiskuität: Häufiger Gelegenheitssex begünstigt psychische Erkrankung

Mann und Frau im Schlafzimmer © Bild: Thinkstock/Eyecandy Images

Eine neue Studie hat einen Zusammenhang zwischen Promiskuität und Depressionen nachgewiesen. Gelegenheitssex wird demnach auch mit vermindertem Wohlbefinden und erhöhter psychischer Belastung assoziiert.

Studenten, die häufig Gelegenheitssex mit Unbekannten haben, laufen eher Gefahr an einer Depression oder Angststörung zu erkranken als jene, die sexuelle Promiskuität grundsätzlich ablehnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Journal of Sex Research veröffentlicht worden ist. Als "Gelegenheitssex" wurde dabei vor allem der Geschlechtsverkehr mit einem Partner definiert, den man erst kürzer als eine Woche kennt.

Vermindertes Wohlbefinden

Im Rahmen einer Online-Umfrage wurden mehr als 3.900 US-Studenten aus über 30 Einrichtungen detailliert zu ihrem Sexualverhalten und ihrem seelischen Zustand befragt. Durchschnittlich elf Prozent der Probanden haben angegeben, während des Monats vor der Erhebung Sex mit einer flüchtigen Bekanntschaft gehabt zu haben. Gelegenheitssex wird laut der Studie von der Mehrheit der Umfrageteilnehmer mit einem verminderten Wohlbefinden und einer erhöhten psychischen Belastung assoziiert.

Auf der Suche nach Befriedigung

"Promiskuität kann sich im Zuge einer Basiserkrankung wie einer Zwangsstörung, einer Angststörung oder einer Suchterkrankung äußern. Hier versucht man, durch häufig wechselnde Sexualpartner endgültige Befriedigung zu erlangen, die auf Dauer nicht eintritt und daher in einer Depression münden kann", erklärt Sexualtherapeutin Gabriele Maurer-Waitschacher vom Kärntner Institut für Sexualtherapie. Zudem versuche man, einen inneren Spannungszustand abzubauen.

Gefährliche Wechselwirkung

"Häufig versuchen Betroffene auch Gefühlsdefizite, die zum Beispiel in der Kindheit durch einen Missbrauch oder fehlende Nähe verursacht worden sind, auszugleichen", führt die Sexualtherapeutin weiter aus. Dieser Versuch der Kompensation scheitere meist, da er zu keiner dauerhaften Erleichterung führe und deshalb in einer Frustration enden könne. "Oftmals entsteht zwischen psychischer Erkrankung und promiskuitivem Verhalten eine Art gefährliche Wechselwirkung", fasst die Fachfrau zusammen.

Individuelle Herangehensweise

Der Expertin zufolge seien die Gründe für dieses Verhalten äußerst vielschichtig und müssen in jedem Fall individuell betrachtet werden. "Es gibt ebenso Menschen die Gelegenheitssex praktizieren, um einem gesellschaftlichen Trend zu folgen oder Polygamie als natürlich erachten", erläutert Maurer-Waitschacher. Ist der Betroffene jedoch nicht mehr in der Lage, sein Sexualverhalten zu kontrollieren oder wird dieses für ihn als Belastung empfunden, so deute dies bereits auf eine krankhafte Ursache hin.

Kommentare

Bemerkenswert wie gerade 2 aktuelle US Fersehserien. "How I met Your mother" und "2 and a 1/2 man" genau dieses Verhalten darstellen.

Ignaz-Kutschnberger

...daher also meine Depression...

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